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Pakistan übermittelte den USA angeblich einen überarbeiteten Vorschlag des Iran zur Beendigung des Krieges. Das sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person aus pakistanischen Vermittlerkreisen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters vor dem Hintergrund der stockenden Friedensgespräche. Wie am Vortag angekündigt, seien Teherans "Bedenken" der Gegenseite übermittelt worden, sagte dazu der iranische Außenministeriumssprecher Esmail Baghaei. Iranische Medien hatten zuvor von "überzogenen Bedingungen" der USA berichtet.
Zudem bestätigte der Iran offiziell, dass er eine eigene Behörde zur Kontrolle der Schifffahrt in der Straße von Hormuz gegründet hat. Die "Behörde für die Straße des Persischen Golfs" (PGSA) verfüge über einen offiziellen Account, über den sie "Echtzeit-Updates zu den Operationen" in der Meerenge bereitstellen werde, erklärten der Nationale Sicherheitsrat und die Marine der iranischen Revolutionsgarden, der Elitestreitmacht des Landes. Das Fachblatt "Lloyd's List" hatte Anfang Mai berichtet, die Behörde werde dafür zuständig sein, Durchfahrtsgenehmigungen zu erteilten und Mautgebühren zu erheben.
Am heimischen Aktienmarkt begann der Öl- und Gaskonzern OMV am Montag im niederösterreichischen Wittau offiziell mit der Förderung von Erdgas. Das Vorkommen gilt mit geschätzten 48 Terawattstunden (TWh) als das bedeutendste des Landes seit vier Jahrzehnten. Das Projekt soll die heimische Gasproduktion stärken und in der ersten Phase den Bedarf von rund 100.000 Haushalten decken und die Eigenversorgung mit Erdgas in Österreich von 6 auf 10 Prozent steigern. Die OMV-Aktie gewann 1,59 Prozent auf 63,95 Euro.
Analysten der Erste Group Research senkten nach den Quartalszahlen von Wienerberger das Kursziel für die Papiere des Ziegelkonzerns von 36,60 Euro auf 34,70 Euro, was den niedrigeren Gewinnschätzungen Rechnung trage, hieß es dazu. Die Empfehlung "Buy" wird beibehalten. Zudem gab Wienerberger die Übernahme des serbischen Marktführers von Hintermauerziegeln, der Univerzum Group, bekannt. Bei dem Zukauf geht es um zwei Produktionsstandorte, rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 20 Mio. Euro Jahresumsatz. Die Wienerberger-Aktie stieg um 0,09 Prozent auf 22,36 Euro.
Einige Bauwerte befanden sich hingegen am ATX-Ende. So verloren die Porr 3,73 Prozent, Palfinger 2,01 Prozent und die Strabag 3,2 Prozent. Der russische Strabag-Aktionär Rasperia Trading Limited, dessen Aktionärsrechte sanktionsbedingt eingefroren sind, hat Anfang Mai in Kaliningrad eine weitere Zivilklage gegen den Baukonzern und sein Umfeld eingebracht. Rasperia fordert laut russischem Gerichtsregister eine Summe von etwa 31 Mio. Euro. Geklagt wurden unter anderem die Strabag SE, vier Töchter oder Beteiligungen des Baukonzerns, die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien und Hans Peter Haselsteiner als Strabag-Aktionäre.
Keine Veränderung gab es bei den Aktien von Semperit, die bei 15,00 Euro blieben. Analysten von Warburg Research hielten ihr Kursziel für die Aktien weiter auf 22,00 Euro. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde vom zuständigen Experten Stefan Augustin ebenfalls bestätigt, der "das starke Ergebnis des ersten Quartals als Puffer" betrachtet.
Die Polytec-Aktien fielen um 2,64 Prozent auf 4,43 Euro. Die Analysten der Baader Bank passten ihre Gewinnschätzungen für den Autozulieferer an. Die Anlageempfehlung lautet auf "Reduce", das 6-Monats-Kursziel wird von Analyst Martin Schnee mit 4,89 Euro beziffert.
An der ATX-Spitze lagen zum Handelsschluss die Werte von AT&S mit einem kräftigen Plus von 4,38 Prozent. Der Chip-Zulieferer hatte am Freitag unter den Gewinnmitnahmen bei den Tech-Werten in Europa gelitten und 4,38 Prozent eingebüßt. Gleiches widerfuhr RHI Magnesita im prime market, die das Minus von Freitag (5,28 Prozent) mit einem Plus von 5,25 Prozent zum Wochenauftakt fast wieder aufholten.