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Ins Plus wenden konnten die Indizes dann im Handelsverlauf wegen Meldungen, wonach wohl weitere Lösungsideen ausgetauscht werden. Unter anderem soll die US-Seite iranischen Medien zufolge dazu bereit sein, Ölsanktionen gegen den Iran vorübergehend zu lockern.
Der Euro-Stoxx-50 gewann zum Sitzungsende 0,36 Prozent auf 5.849,00 Punkte. Der DAX legte um 1,49 Prozent auf 24.307,92 Zähler zu. Der britische FTSE-100 steigerte sich um 1,26 Prozent auf 10.323,75 Einheiten.
Von den weiterhin hohen Energiepreisen profitierten erneut Öl- und Gaswerte. Repsol verteuerten sich um 4,3 Prozent. Eni gewannen zwei Prozent und Totalenergies ebenfalls zwei Prozent.
Unter Abgabedruck standen vor allem Technologie- und Automobilwerte. Im Techbereich schwächten sich die Titel des Schwergewichtes ASML um 3,2 Prozent ab.
Für zusätzliche Belastung im Autobereich sorgte, dass die Wirtschaft im wichtigen Absatzmarkt China im April deutlich an Schwung verloren hat. Wichtige Konjunkturdaten enttäuschten. Stellantis bremsten um 1,4 Prozent und Porsche gaben ein Prozent ab.
Die Bankenwerte tendierten europaweit ebenfalls schwach. Die Commerzbank lehnt das Übernahmeangebot der italienischen Unicredit ab. "Die Unicredit bietet den Aktionären der Commerzbank keine angemessene Prämie und hat keinen nachvollziehbaren und belastbaren strategischen Plan für einen Zusammenschluss vorgelegt", heißt es in einer Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat. Die Commerzbank-Titel fielen um 1,5 Prozent. Bei der Unicredit gab es ein Plus von 0,3 Prozent zu sehen.
Ein Erholungsversuch bei Rheinmetall nahm nach einer Kaufempfehlung der Citigroup mit 4,6 Prozent Plus Formen an. Die US-Bank hält den Rücksetzer bei dem Rüstungskonzern für übertrieben, zumal ein Friedensabkommen im Krieg zwischen der Ukraine und Russland mit gegenseitigen Angriffen unwahrscheinlich bleibt. Bedenken an der Finanzierung steigender Verteidigungsausgaben hat der Experte Charles Armitage zumindest nicht in Deutschland.
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND