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Das Unternehmen will sich von einer klassischen Schifffahrtsgesellschaft zu einer Plattform für Reiseerlebnisse entwickeln und setzt dabei verstärkt auf eine Verlängerung der Saison, um Touristenströme über das gesamte Jahr zu verteilen. "Kern unseres neuen Angebots ist die Sea&land Wonder Platform, ein Ansatz, der Meer und Land in einer ganzheitlichen Reiseerfahrung verbindet", sagte Costa-Chef Mario Zanetti im Interview mit der Mailänder Tageszeitung Corriere della Sera am Freitag. Die Schifffahrt solle wieder stärker als eigenständiges Erlebnis wahrgenommen werden und nicht nur als Verbindung zwischen verschiedenen Zielen.
Im Bereich Nachhaltigkeit habe Costa seit 2021 mehr als 200 Millionen Euro in die Modernisierung der Flotte investiert. Im Mittelpunkt stünden die Dekarbonisierung, neue Treibstoffe und die Elektrifizierung von Hafenanlagen. "Wir investieren in die Energieeffizienz unserer Schiffe mit Systemen auf Basis von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen, um den Verbrauch zu optimieren, sowie in neue Treibstoffe", sagte Zanetti.
Ein weiterer Bestandteil der Strategie sei die Landstromversorgung, bei der Schiffe während des Aufenthalts im Hafen an das Stromnetz angeschlossen werden können. Rund 70 Prozent der Flotte seien bereits dafür ausgerüstet und nützten die Technologie vor allem in Nordeuropa. Eine schnellere Verbreitung elektrifizierter Hafenanlagen mit nachhaltigen Zugangsbedingungen und einheitlichen Regeln könne die bereits getätigten Investitionen besser zur Geltung bringen, sagte Zanetti.
Kreuzfahrten gelten trotz neuer Technologien weiterhin als stark umwelt- und klimabelastend. Zum einen verursachten sie im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln hohe Treibhausgasemissionen pro Personenkilometer. Zum anderen werden mit ihnen meist auch sehr große Entfernungen zurückgelegt, schreibt etwa das deutsche Umweltbundesamt.