Vermögensverwaltung treibt Allianz

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++ ARCHIVBILD ++ Allianz übertraf Erwartungen der Analysten
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Das Geschäft mit Fonds und anderen Vermögensverwaltungsprodukten hat den Münchner Versicherungsriesen Allianz im zweiten Quartal angeschoben. Das operative Ergebnis stieg von April bis Juni um fast elf Prozent auf den Höchstwert von 4,87 Milliarden Euro, wie die Allianz am Freitag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 4,60 Milliarden gerechnet.

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Allein im Asset Management mit den Vermögensverwaltern Pimco und Allianz Global Investors legte der Gewinn um ein Fünftel zu, ebenso wie die Erträge dank hoher Nettomittelzuflüsse. Beim Nettogewinn blieb die Allianz mit 2,60 (2,84) Mrd. Euro aber hinter den Erwartungen zurück. Ein Grund dafür waren Abschreibungen auf IT, die im Zuge der Modernisierung außer Dienst gestellt wurde.

"Wir investieren in Künstliche Intelligenz, Prävention von Risiken und intelligentere Lösungen", sagte Vorstandschef Oliver Bäte. "Hierdurch wollen wir es mehr Menschen ermöglichen, das abzusichern, was ihnen wichtig ist - zu einem Preis, den sie sich leisten können." Denn die Kosten für Versicherungsschutz stiegen schneller als die Einkommen.

Der Versicherer hält an seinem Ziel fest, in diesem Jahr ein operatives Ergebnis zwischen 16,4 und 18,4 Mrd. Euro zu erreichen. Finanzvorständin Claire-Marie Coste-Lepoutre deutete aber an, dass die Allianz die obere Hälfte der Spanne ins Visier nimmt: "Die operativen Ergebnisse aller Geschäftsbereiche liegen über den Mittelwerten ihrer jeweiligen Gesamtjahresziele." Nach dem ersten Halbjahr steht bereits ein operativer Gewinn von 9,4 Mrd. Euro zu Buche, neun Prozent mehr als ein Jahr zuvor und so viel wie nie. Der Nettogewinn wuchs in den ersten sechs Monaten sogar um 15,5 Prozent auf 6,4 Mrd. Euro.

Das Geschäftsvolumen stieg bereinigt um Zu- und Verkäufe um 4,3 Prozent auf 98,6 Mrd. Euro, im zweiten Quartal lag die Zuwachsrate sogar bei 5,7 Prozent. Neben dem Boom in der Vermögensverwaltung spiegeln sich darin höhere Erträge in der Schaden- und Unfallversicherung wider. Sie erwirtschaftete von April bis Juni einen operativen Gewinn von 2,5 (2,3) Mrd. Euro, so viel wie noch nie in einem Quartal. Dabei setzte die Allianz vor allem auf Privatkunden, im Geschäft mit Gewerbekunden hielt sie sich zurück.

In der Vermögensverwaltung verzeichneten Pimco und AllianzGI im zweiten Quartal Nettomittelzuflüsse von 39 Mrd. Euro, im ersten Halbjahr waren es 84 Mrd. Für externe Kunden verwaltet die Allianz inzwischen 2,16 Billionen Euro, 171 Milliarden mehr als zum Jahreswechsel.

Mit ihrem im Februar angekündigten Aktienrückkauf über 2,5 Mrd. Euro ist die Allianz schon mehr als zur Hälfte durch. Bis Ende Juni seien eigene Aktien für 1,4 Mrd. Euro zurückgekauft worden, hieß es in der Mitteilung. Dennoch stieg die Solvenzquote im ersten Halbjahr von 218 auf 225 Prozent.

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