Deutsche Firmen fahren Produktion hoch

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Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im Juni den dritten Monat in Folge gesteigert. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,2 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Mini-Wachstum von 0,1 Prozent gerechnet, nachdem es im Mai ein Plus von revidiert 0,7 Prozent gegeben hatte.

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Die positive Entwicklung sei maßgeblich auf die Zuwächse in der Automobilindustrie zurückzuführen - mit plus 3,6 Prozent, hieß es. Auch der Anstieg im sonstigen Fahrzeugbau - also im Bereich Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge - beeinflusste mit plus 8,4 Prozent das Gesamtergebnis positiv. "Negativ wirkte sich hingegen der Rückgang im Maschinenbau (-3,9 Prozent) aus", wie die Behörde erklärte.

"Inzwischen scheint die Talfahrt der Industrie beendet", sagte LBBW-Analyst Jens-Oliver Niklasch. Zu den Abwärtsrisiken gehörten die geopolitische Lage sowie die Energieversorgung. "Der niedrige Füllstand der Gasspeicher dürfte bald verstärkt in den Blick genommen werden - und wer weiß, welche Folgen die niedrigen Pegelstände der großen Flüsse noch zeitigen", erklärte der Experte. "Alles in allem sah es aber vor vier, fünf Monaten insgesamt schlechter aus als heute."

Die Fertigung allein bei der Industrie stagnierte im Juni. In der Industrie sind die Auftragsbücher mittlerweile so gut gefüllt wie noch nie seit Beginn der Statistik 2015. Die deutsche Wirtschaft war im Frühjahr trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg gewachsen. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von April bis Juni um 0,2 Prozent zum Vorquartal. Zu Jahresbeginn hatte es ein Plus von 0,4 Prozent gegeben.

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