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In den Investitionen sind der Kauf der Züge, die Ausbildung und Einstellung von rund 2.500 Beschäftigten einschließlich Zulieferern sowie Investitionen in Bahnhöfe und digitale Infrastruktur enthalten. Bei den bestellten Fahrzeugen handelt es sich um den Zugtyp Siemens Velaro Multi System. Die Züge werden im Siemens-Werk im nordrhein-westfälischen Krefeld gefertigt und sollen eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 320 Kilometern pro Stunde erreichen. Jeder Zug besteht aus acht Wagen und bietet rund 450 Sitzplätze. Vorgesehen sind drei Reiseklassen, ein Bistrobereich sowie 5G- und Satellitenverbindungen.
Die langfristige Wartung der Flotte übernimmt Siemens Mobility am Standort Dortmund. Der Vertrag umfasst nach Angaben von Siemens auch digitale Dienste auf Basis künstlicher Intelligenz, um die Verfügbarkeit der Züge während ihrer gesamten Lebensdauer zu erhöhen.
Ab Mitte 2028 will die deutsche Tochtergesellschaft von Italo zwei zentrale Strecken bedienen: die Verbindung München-Köln-Dortmund sowie die Strecke München-Berlin-Hamburg. Geplant sind 50 tägliche Fahrten auf einem Netz von rund 1.300 Kilometern mit insgesamt 18 angebundenen Städten.
"Wir wollen den Fahrgästen in Deutschland mehr Auswahl, häufigere Verbindungen, faire Preise und einen hochwertigen Service bieten", erklärte Italo-Holding-Chef Gianbattista La Rocca. Nach der Entscheidung der deutschen Bundesnetzagentur beginne nun die konkrete Vorbereitung für den Start im Jahr 2028, darunter die Einstellung und Ausbildung von Personal sowie der Aufbau der betrieblichen und kommerziellen Strukturen.
Italo-Präsident Luca Cordero di Montezemolo bezeichnete den Einstieg in Deutschland als wichtigen Schritt für einen stärker integrierten europäischen Verkehrsmarkt. "Das Projekt verbindet die Erfahrung von Italo als erstem privaten Betreiber von Hochgeschwindigkeitszügen in Italien mit dem Potenzial des deutschen Marktes und der Industriekompetenz von Siemens Mobility", so Montezemolo.