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In der deutschen Industrie hat der Stellenabbau an Dynamik verloren: Das Beschäftigungsbarometer stieg hier sogar auf den höchsten Wert seit März 2024. "Die einzelnen Branchen sind aber mehrheitlich weiterhin auf Kürzungen ausgerichtet", betonte das Ifo-Institut zugleich. Positive Ausnahmen sind demnach die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen sowie die Nahrungsmittelindustrie. Dort soll die Beschäftigtenzahl steigen.
Im Handel hat sich das Barometer zwar ebenfalls verbessert. Dennoch überwiegen hier sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel weiterhin die Pläne für einen Personalabbau. Bei den Dienstleistern gleichen sich Expansions- und Kürzungspläne genau aus. Die Beschäftigung soll unterm Strich konstant gehalten werden. "Gleiches gilt für den Bausektor", so das Ifo-Institut.
Die Signale für ein stärkeres Wachstum der deutschen Wirtschaft haben sich zuletzt gemehrt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex, der auf einer Umfrage unter mehr als 9.000 Managern fußt, stieg im August bereits den vierten Monat in Folge. Er erreichte damit den höchsten Stand seit einem Jahr. Zudem legte das Bruttoinlandsprodukt zuletzt drei Quartale in Folge zu. "Die deutsche Wirtschaft hat den Weg zu mehr Wachstum eingeschlagen", sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.
Mehrere Banken und Verbände haben darauf bereits reagiert: Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) verdoppelte seine Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr von 0,5 auf 1,0 Prozent. Das IMK-Institut erwartet "mindestens 1,1 Prozent", während die Förderbank KfW ihre Prognose von 0,7 auf 1,1 Prozent anhob. Für 2027 setzte KfW Research die Erwartungen gleich mit herauf: von 1,3 auf 1,5 Prozent.
FRANKFURT (ODER) - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Patrick Pleul