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Im abgelaufenen Geschäftsjahr seien die Erlöse organisch um 3,9 Prozent auf 9,4 Mrd. Euro gesunken, der dritte Rückgang in Folge. Besonders schlecht sei es in den Schlüsselmärkten USA mit einem Minus von 14 Prozent gelaufen und in China mit einem Rückgang um 19 Prozent. Das operative Ergebnis aus fortlaufenden Geschäften brach um 18 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro ein. Die Dividende soll mit 4,70 Euro je Aktie gleichwohl stabil bleiben.
Firmenchef Alexandre Ricard rechne nicht damit, dass der US-Markt vor 2029 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehrt. Für das laufende Bilanzjahr stellte er daher einen lediglich weitgehend stabilen Umsatz in Aussicht. In China sei unterdessen eine vorsichtige Besserung der Konsumlaune spürbar, sagte Ricard im Reuters-Interview. Er erklärte zudem, Anträge auf Rückerstattung von US-Zöllen gestellt zu haben. Darüber hinaus gebe es Pläne, das Geschäft in Indien möglicherweise an die Börse zu bringen. "Wir werden uns aber alle Optionen offen halten."
Der gesamte Spirituosensektor kämpft seit Jahren mit einer Flaute, die durch die hohe Inflation und eine gedämpfte Konsumlaune ausgelöst wurde. Pernod Ricard reagierte mit einem harten Sparkurs. Ein eine Milliarde Euro schweres Restrukturierungsprogramm soll die Profitabilität verbessern und wird ein Jahr früher als geplant abgeschlossen werden. Seit dem Geschäftsjahr 2024 wurden so rund 3.600 Stellen abgebaut. Gescheiterte Fusionsgespräche mit dem Jack-Daniel's-Hersteller Brown-Forman Anfang des Jahres und ein durch den Nahost-Konflikt gestörter Tourismus belasten das Geschäft zusätzlich.
PARIS - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/JOEL SAGET