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"Auch im August waren Lebensmittel günstiger als vor einem Jahr", erklärte die Generaldirektorin der Statistik Austria, Manuela Lenk, in der Aussendung. Mit 3,2 Prozent wurde der Wert aus der Schnellschätzung von Anfang September bestätigt.
Der Bereich Verkehr weitete im August seine Position als Treiber der Inflation im Jahresabstand aus, obwohl die jüngsten Höchststände bei Diesel, Heizöl und Benzin in den August-Werten noch gar nicht abgebildet sind. Gegenüber August 2025 legten die Treibstoffpreise um 26,3 Prozent zu.
Auch der Preisanstieg im Bereich Wohnen, der auch Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe umfasst, fiel mit 3,3 Prozent kräftiger aus als im Juli. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die Preise für Haushaltsenergie. Neben Heizöl wurde auch Gas merklich teurer. Die Strompreise hingegen dämpften den Preisauftrieb, vor allem dank der mit Jänner gesenkten Elektrizitätsabgabe sowie des niedrigeren Erneuerbaren-Förderbeitrags. Für zusätzliche preisdämpfende Effekte sorgten ab April die Einführung des Sozialtarifs für von der ORF-Gebühr befreite Haushalte sowie die Einführung des Sommer-Netztarifs.
Die Mieten stiegen um 4,4 Prozent und damit gleich stark wie im Juli. Die Instandhaltung von Wohnungen hingegen kostete mit 3,6 Prozent etwas mehr als im Juli. Gastronomie- und Beherbergungsdienstleistungen verteuerten sich im August um 4,7 Prozent. Die Teuerung für Freizeit, Sport und Kultur fiel mit durchschnittlich 2,5 Prozent merklich stärker aus als im Vormonat. Hauptverantwortlich dafür waren Pauschalreisen, deren Preise um 3,2 Prozent zulegten.
Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke wurden durchschnittlich um 0,3 Prozent günstiger. Die von der Mehrwertsteuer-Senkung nicht umfassten Fleischpreise wurden um 1,2 Prozent angehoben, weniger stark als im Juli. Alkoholfreie Getränke verbilligten sich durchschnittlich um 0,6 Prozent, weil Kaffee um 1,4 Prozent günstiger wurde.
Der für europäische Vergleiche berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) lag bei 2,9 Prozent.