Illycaffè will USA zu seinem zweiten "Heimatmarkt" ausbauen

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Kaffeeröster investiert kräftig auch in China und Europa
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Der italienische Kaffeeröster Illycaffè will die USA zu seinem zweiten "Heimatmarkt" nach Italien ausbauen. Derzeit erwirtschaftet das Unternehmen dort rund 20 Prozent seines Umsatzes. Dieser Anteil soll auf 30 Prozent steigen, sagte Illycaffè-Chefin Cristina Scocchia in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg.

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"Die USA machen heute 20 Prozent unseres Umsatzes aus, und wir wollen diesen Anteil auf 30 Prozent erhöhen", sagte Scocchia. Das Unternehmen investiere derzeit verstärkt in den USA, China und Europa. Gleichzeitig versuche Illycaffè, einen Teil der gestiegenen Kosten für Rohstoffe aufzufangen, die in den vergangenen fünf Jahren deutlich zugelegt hätten.

Die Strategie des Unternehmens zahle sich nach Angaben der Vorstandschefin bereits aus. Investitionen in Marketing und Kommunikation hätten die Nachfrage nach Illy-Produkten gesteigert. Besonders die USA haben aus Sicht des Unternehmens noch erhebliches Wachstumspotenzial. Auch in China nimmt der Kaffeekonsum zu. Das Potenzial sei dort derzeit jedoch geringer als in Westeuropa und insbesondere in den USA, sagte Scocchia.

Seit Längerem verfolgt Illycaffè zudem Pläne für einen möglichen Börsengang. Kurzfristig steht dieser Schritt jedoch nicht im Fokus, denn die Marktbedingungen seien nicht geeignet, sagte Scocchia, die 2022 an die Spitze des Unternehmens wechselte. Ein Börsengang bleibe aber eine "strategische Möglichkeit". Zunächst konzentriere sich das Unternehmen auf das Wachstum des operativen Geschäfts. Sobald sich die Marktbedingungen verbesserten, werde Illycaffè auch diese Option erneut prüfen.

Das Unternehmen befindet sich weiterhin mehrheitlich in Familienbesitz. Die in Triest beheimatete Familie Illy kontrolliert den Kaffeeröster, während die Investmentgesellschaft Rhone Capital seit 2020 mit 20 Prozent beteiligt ist. Im ersten Halbjahr 2026 erzielte Illycaffè einen konsolidierten Umsatz von 373 Millionen Euro, ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das 1933 vom gebürtigen Ungarn Ferenc Illy (Francesco Illy) gegründete Familienunternehmen ist seit vielen Jahren mit einer Niederlassung in Österreich vertreten.

MANTA - ITALIEN: FOTO: APA/APA/AFP/MARCO BERTORELLO

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