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Die operative Marge werde bei "knapp" 4 Prozent liegen und nicht wie bisher avisiert bei "rund" 4 Prozent. Ein Hackerangriff im Oktober hatte zu einem elftägigen Ausfall der Online-Bestellungen bei der größten niederländischen Supermarktkette Albert Heijn geführt.
"Wir passen uns als globale Gesellschaft einer neuen Realität an", sagte Finanzchefin Jolanda Poots-Bijl der Nachrichtenagentur Reuters. Solche Vorfälle seien keine Seltenheit mehr. An der Börse legte die Aktie von Ahold dennoch um 2,4 Prozent zu. Anleger honorierten, dass die Ergebnisse für das dritte Quartal die Markterwartungen übertroffen hatten. Analysten werteten die Probleme durch den Hackerangriff als vorübergehend.
Cyberangriffe auf Unternehmen, Einzelhändler oder Supermarktketten haben zuletzt vermehrt Schlagzeilen gemacht: Am Montag war es zu einem Hackerangriff auf europäische Supermärkte gekommen, der sich über den gesamten Kontinent ausbreitete.
Betroffen waren unter anderem Kühl- und Gefrieranlagen von Schweden bis Belgien, was die Geschäfte dazu zwang, Lebensmittel zu entsorgen. Im April vergangenen Jahres wurde der britische Einzelhändler Marks & Spencer durch einen Cyberangriff aus der Spur gebracht, der über Wochen den Onlinehandel des Traditionsunternehmens lahmlegte.
Im dritten Quartal steigerte Ahold den Umsatz währungsbereinigt um 1,9 Prozent auf 23,1 Milliarden Euro. Die operative Marge lag mit 4,1 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert. Während das Geschäft in Europa dank höherer Verkaufsmengen anzog, bremsten in den USA der Wegfall staatlicher Hilfen und Preisrückgänge bei Eiern das Wachstum, hieß es. Das Online-Geschäft legte konzernweit währungsbereinigt um 8,2 Prozent zu, getragen von einem starken Plus in den USA.
Ahold betreibt neben Albert Heijn auch die Ketten Delhaize in Belgien sowie Stop & Shop, Giant, Food Lion und Hannaford in den USA.