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Das währungsbereinigte Wachstum des Kerngewinns je Aktie werde nun in der oberen Hälfte der Spanne von 10 bis 15 Prozent erwartet, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit und stockte damit erneut seine Ziele auf. Zudem rechnet der Vorstand nun mit einer Rendite (EBIT-Marge) von über 11,5 Prozent, nachdem zuvor rund 11,5 Prozent in Aussicht gestellt worden waren. "Wir haben unser Kerngeschäft und unsere Finanzkraft nachhaltig gestärkt", sagte Vorstandschef Michael Sen.
Treiber der Ergebnisse im dritten Quartal waren die Kliniken von Helios sowie die Sparte Kabi, die auf medizinische Ernährung, intravenöse Arzneimittel, Infusionen und Medizinprodukte spezialisiert ist. Besonders dynamisch entwickelte sich dabei das Geschäft mit biopharmazeutischen Nachahmer-Medikamenten (Biosimilars), das organisch um 29 Prozent wuchs.
Um diesen Bereich weiter auszubauen, hatte Fresenius erst am Montag eine weitreichende Partnerschaft mit dem chinesischen Auftragsfertiger WuXi Biologics bekanntgegeben. Durch die exklusive Entwicklungsvereinbarung sichern sich die Bad Homburger in den kommenden zehn Jahren den Zugriff auf bis zu 37 neue Biosimilar-Kandidaten. Das Portfolio von derzeit 29 vermarkteten und in der Entwicklung befindlichen Medikamenten soll so auf bis zu 66 anwachsen.
Tiefgreifender Umbau
Sen hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren tiefgreifend umgebaut. Er fokussierte Fresenius auf die Kernsparten Kabi und Helios und entflocht den Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC). Neben dem operativen Wachstum profitiert Fresenius derzeit auch von niedrigeren Zinsaufwendungen infolge eines fortgesetzten Schuldenabbaus.
Die Nettofinanzverschuldung sank bis Ende September auf gut 10,1 Milliarden Euro nach rund 10,3 Milliarden Ende 2025. Zudem erreichte die Kapitalrendite (ROIC) mit 7,0 Prozent den höchsten Wert seit einem Jahrzehnt. Bereits im August hatte Fresenius nach einem überraschend starken zweiten Quartal seine Gewinnprognose angehoben.