
von
Während die Ölpreise wieder stiegen, bestehe weiterhin Hoffnung auf eine diplomatische Einigung im Krieg zwischen den USA und dem Iran. Der Iran hat bereits angedeutet, dass es weiter Verhandlungen zur Straße von Hormuz geben wird.
"Und während sich die Rendite der dreißigjährigen Bundesanleihe in großen Schritten der 4-Prozent-Marke nähert, ist die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinsanhebung durch die Europäische Zentralbank (EZB) im Oktober auf 40 Prozent gesunken", erklärt Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank die seit einiger Zeit nur geringfügigen Bewegungen im deutschen Leitindex. Die Wahrscheinlichkeiten für einen Zinsschritt in den USA steigt ihm zufolge indes. Die US-Notenbank Fed sei bei der Inflationsbekämpfung noch etwas hinter der Kurve, während die EZB deutlich früher mit Zinsanhebungen begonnen habe.
Unter den Einzelwerten ging es nach einer Schwäche der Technologiebranche am Vortag nun wieder nach oben. Im DAX setzten sich Infineon an die Spitze mit plus 2,6 Prozent. Im MDax waren ebenfalls Tech-Werte die Favoriten: So legten etwa Siltronic, Jenoptik, Aixtron und Suss Microtec als Spitzenwerte zwischen 3 und 4 Prozent zu.
Eine Dämpfer gibt es für den Schokoladehersteller Lindt. Lindt sackten an der Züricher Börse 6,3 Prozent ab, nachdem die Umsatzprognose für heuer gekappt wurde. Lindt erwartet heuer nunmehr eine Stagnation oder im besten Fall ein Plus von zwei Prozent, wie der Konzern mitteilte. Bisher hatte Lindt ein Plus von vier bis sechs Prozent erwartet. Als einen Grund für die schwachen Geschäfte nannte Lindt die hohe Preissensibilität der Verbraucher, die insbesondere im Saisongeschäft zu geringeren Bestellungen geführt habe.
Auch die Aktien von Vinci haben am Dienstag im frühen Handel deutlich nachgeben. Zuletzt verlor der Wert 3,5 Prozent und markierte damit ein Jahrestief. Auch Titel anderer französischer Infrastrukturunternehmen wie ADP und Eiffage gaben nach.