Europas Leitbörsen im Plus - Euro-Stoxx-50 gewinnt 0,5 %

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
2 min
Erneut sinkende Ölpreise unterstützen
 © AFP, THOMAS SAMSON, Apa
©AFP, THOMAS SAMSON, Apa
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die europäischen Leitbörsen haben sich am Donnerstagvormittag nach der erwartungsgemäßen Zinserhöhung der US-Notenbank Fed mit einer befestigten Tendenz gezeigt. Für den Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 ging es im Frühgeschäft um 0,52 Prozent aufwärts auf 6.299,47 Punkte. Der Frankfurter DAX gewann in einem ähnlichen Ausmaß um 0,46 Prozent auf 25.655 Einheiten. Der Londoner FTSE-100 steigerte sich um 0,52 Prozent auf 10.744 Zähler.

von

Als stützend erweisen sich die weiter gefallenen Ölpreise. Bereits am Mittwoch war der Preis für Rohöl der Sorte Brent deutlich gesunken, nachdem es Hinweise gegeben hatte, dass eine wichtige Ölpipeline in Saudi-Arabien teilweise wieder in Betrieb genommen werden könnte.

Zudem hat die Entschlossenheit des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh, die Inflation zu bekämpfen, die Märkte im Anschluss an die erste Zinserhöhung in den USA seit 2023 beruhigt. "Die Fed verteidigt ihre Glaubwürdigkeit", kommentierte Michael Heise, Chefökonom von HQ Trust. Er hält eine weitere Zinsanhebung im Oktober oder spätestens Dezember für wahrscheinlich.

In einer Branchenbetrachtung ging es in Europa mit den Sektoren Reise und Freizeit, Automobil, Technologie und den Öl- und Gaswerten am deutlichsten ins Plus. Chemiewerte wurden hingegen am stärksten gemieden.

Der Chemiekonzern Wacker verabschiedet sich angesichts der wirtschaftlichen Lage in der Welt von seinen ehrgeizigen Zielen für die kommenden Jahre. Von 10 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2030 ist keine Rede mehr, und mit Blick auf die operative Marge zeigt sich der Vorstand beim Kapitalmarkttag am Donnerstag in London deutlich bescheidener. Die Aktie reagierte mit einem Kursabschlag von 2,4 Prozent.

Im Euro-Stoxx-50 markierten die Papiere von Siemens Energy, ASML und BMW mit Kursgewinnen zwischen 2,2 und 1,3 Prozent die Spitzenplätze.

Die Aktien von Bilfinger stehen mit einem Kurssturz von 22 Prozent auf den tiefsten Stand seit rund eineinhalb Jahren im Anlegerfokus. Der deutsche Industriedienstleister kämpft wegen des länger als erwartet anhaltenden Kriegs im Nahen Osten weiter mit einer mauen Nachfrage. Weil die Entwicklung im zweiten Halbjahr bisher hinter den Erwartungen zurückbleibt, rechnet Bilfinger nun mit etwas weniger Umsatz und einer deutlich niedrigeren Betriebsmarge. Ein Händler sprach von einer bitteren Gewinnwarnung.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON

Über die Autoren

Logo
trend. Newsletter

Die wichtigsten Wirtschaftsthemen des Tages