Europas Börsen mit leichten Gewinnen vor US-Zinsentscheid

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Leichter Ölpreisrückgang unterstützt
 © AFP, JOHN THYS, Apa
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Die europäischen Börsen haben am Mittwoch vor der US-Zinsentscheidung leicht zugelegt. Gesunkene Ölpreise gaben dabei etwas Rückenwind, doch die Karten werden erst am Abend neu gemischt. Die Aufmerksamkeit ist dabei ganz auf die Pressekonferenz der US-Notenbank gerichtet. "Dann wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt", betonte Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets. "Entscheidend ist vor allem die Frage, wie es weitergeht."

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Der Euro-Stoxx-50 stieg um 0,27 Prozent auf 6.253,23 Punkte. In Frankfurt verbesserte sich der DAX um dünne 0,06 Prozent auf 25.420 Einheiten. Außerhalb der Eurozone ging es ebenfalls leicht nach oben. Der britische FTSE 100 gewann 0,24 Prozent auf 10.683,66 Zähler, der Schweizer Leitindex SMI legte um 0,21 Prozent auf 13.838,30 Punkte zu.

Eine Zinserhöhung in den USA gilt als wahrscheinlich und dürfte die Märkte nicht belasten. "Die Rentenmärkte sind hochgradig nervös", stellte Joachim Schallmayer, Leiter Kapitalmärkte und Strategie bei der DekaBank, fest. "In dieser Lage würde eine Zinsanhebung und ein klar skizzierter Fahrplan helfen, die Märkte zu beruhigen und Finanzierungsbedingungen zu verbessern."

Würden die US-Währungshüter dagegen nichts tun, könnte dies belasten. "Sollte die Fed nicht agieren, würde sie eine große Verunsicherung hinterlassen, was zu weiter steigenden langlaufenden Zinsen und somit zu einer weiteren Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen führen würde", warnte Schallmayer.

Die Veränderungen der Einzelsektoren waren insgesamt überschaubar. Erholungstendenzen gab es bei den Rohstoff- und Technologiewerten. Letztere profitierten von guten Vorgaben der US-Halbleiterwerte. Das Schwergewicht ASML legte mit 2,6 Prozent Aufschlag deutlich zu.

Am Ende des Feldes lagen die Autowerte. Berenberg-Analyst Romain Gourvil schrieb in einer Studie, der Weg zu einer positiven Entwicklung im Autosektor bleibe holprig. China, geopolitische Risiken und Inflationsdruck trügen zu schwachen Ertragsperspektiven, anhaltenden Überkapazitäten und zunehmendem Wettbewerb bei. Aktien von Renault fielen mit 4,5 Prozent auffallend stark. Analyst Gourvil macht wachsenden Gegenwind für den französischen Autobauer aus.

Auch sonst setzten Analysen Akzente. So gewannen Amadeus IT 1,2 Prozent, nachdem die Deutsche Bank den Wert auf "Buy" angehoben hatte. Gleiches hatte das Institut mit den Aktien von AB Inbev getan, die darauf um 0,7 Prozent stiegen.

AMSTERDAM - NIEDERLANDE: FOTO: APA/APA (AFP)/JOHN THYS

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