Wiener Börse notiert befestigt, ATX gewinnt 0,5 Prozent

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International ruhiger Handel vor Bekanntgabe der US-Zinsentscheidung
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Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch im Nachmittagshandel befestigt gezeigt. Der Leitindex ATX gewann 0,51 Prozent auf 6.781,84 Punkte. Auch an den europäischen Leitbörsen gab es Kurszuwächse zu sehen.

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Marktbeobachter verwiesen aber auf abwartende Akteure. Am Abend gibt die US-Notenbank die mit Spannung erwartete Zinsentscheidung bekannt. Die Experten von der Helaba rechnen mit einer Erhöhung des Leitzinsbandes um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent.

Inzwischen sei dies nicht nur mit über 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit in den Geldmärkten eskomptiert, auch die Mehrzahl der Ökonomen erwartet einen solchen Schritt. Es waren vor allem der zuletzt solide ausgefallene Arbeitsmarktbericht in den USA und die jüngsten US-Inflationszahlen vor dem Hintergrund der auf ein neues Hoch gestiegenen Ölpreise, die ein Umdenken der Akteure bewirkt hatten, hieß es weiter von den Experten.

Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene weiterhin eine dünne Meldungslage vor. OMV-Aktien steigerten sich um 0,5 Prozent nach. Der Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV hat im libyschen Sirte-Becken ein Ölfeld entdeckt und dieses für rentabel erklärt. Das förderbare Volumen wird auf insgesamt 45 Mio. Barrel Öl geschätzt, nach vollständiger Erschließung des Reservoirs sollen täglich bis zu 6.000 Barrel Öl gewonnen werden. Aufgrund der Nähe zu bestehender Infrastruktur könne man rasch mit der Förderung beginnen.

AT&S-Papiere legten in einer festen europäischen Technologiebranche um 3,5 Prozent auf 158,60 Euro zu. Zudem haben die Analysten der Erste Group ihr Kursziel für die Aktien des Leiterplattenherstellers markant von 110,60 Euro auf 181 Euro angehoben. Das Anlagevotum wurde gleichzeitig von "Hold" auf "Accumulate" revidiert.

Die schwer gewichteten Banken gingen in verschiedene Richtungen. Während sich Raiffeisen Bank International um 1,9 Prozent verteuerten, gaben BAWAG und Erste Group um jeweils 0,3 Prozent nach.

Fester präsentierten sich die Energieversorger. Die EVN-Anteilsscheine befestigten sich um 1,8 Prozent und die Aktionäre vom Verbund konnten ein Kursplus in Höhe von 1,9 Prozent verbuchen.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/HANS PUNZ

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