US-Börsen eröffnen vor Zinsentscheid überwiegend erholt

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Zinsanhebung weitgehend erwartet - Chipwerte gesucht
 © GETTY IMAGES NORTH AMERICA, SPENCER PLATT, Apa
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Nach zwei schwachen Handelstagen haben die US-Aktienmärkte am Mittwoch zunächst überwiegend etwas zugelegt. Während sich insbesondere Halbleiteraktien weiter erholten, blieben aber einige Standardwerte zurück. Der Dow Jones Industrial fiel im frühen Handel um 0,13 Prozent auf 52.025,66 Punkte. Der marktbreite S&P-500 gewann dagegen 0,35 Prozent auf 7.611,93 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq Composite ging es um 0,70 Prozent auf 26.164,32 Einheiten hinauf.

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Der Handelstag steht im Zeichen der Geldpolitik. Auf der dritten Zinssitzung der Notenbank Fed unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh könnte er erstmals die Leitzinsen anheben. An den Finanzmärkten wird angesichts der hohen Inflation überwiegend eine Erhöhung der Zinsspanne um 0,25 Prozentpunkte erwartet. Sie würde dann bei 3,75 bis 4,00 Prozent liegen. Die Spannung bleibt aber groß, da Warsh auf klare Signale für die Finanzmärkte verzichtet.

"Die Fed hat kaum eine andere Wahl, als die Zinsen anzuheben, zumal der Anleihemarkt seit Wochen signalisiert, dass höhere Zinsen gerechtfertigt sind", sagte die leitende Marktstrategin Carol Schleif vom Vermögensverwalter BMO Wealth Management. Der Aktienmarkt wäre enttäuscht, wenn die Währungshüter die Zinsen nicht anheben würden.

Unter den Einzelwerten stehen Aktien rund um das Trendthema Künstliche Intelligenz (KI) im Fokus. Nachdem zu Wochenanfang noch Warnungen aus der Branche vor einer zu schnellen Entwicklung der KI-Technologie und damit einhergehende Sicherheitsbedenken für Verunsicherung gesorgt hatten, haben sich die Gemüter zuletzt wieder beruhigt.

Die Analysten der Bank Citigroup wiesen zur Wochenmitte darauf hin, dass KI-Entwickler grundsätzlich die Sicherheit und Ausrichtung von Künstlicher Intelligenz als einen rechenintensiven Prozess betrachteten. Das bedeutet, dass Sicherheitsbedenken die Nachfrage nach Rechenleistung eher steigern als verringern könnten.

Damit gewannen die Aktien des Chipherstellers AMD im frühen US-Handel 2,5 Prozent. Für die Anteilsscheine des Wettbewerbers Intel ging es um 5,5 Prozent nach oben. Börsianer verwiesen hier auch auf Berichte, wonach SK Hynix mit den Amerikanern beim Bau von Chips in den USA zusammenarbeiten könnte. Der südkoreanische Halbleiterhersteller teilte als Reaktion auf die Nachrichten mit, dass man aktuell Möglichkeiten prüfe, seine globale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Die Papiere von JB Hunt sackten um fast elf Prozent ab. Das Transport- und Logistikunternehmen hatte auf einer Konferenz der Bank Morgan Stanley auf steigende Kosten hingewiesen und eine für den Konzern seltene Gewinnwarnung ausgesprochen.

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