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Der deutsche DAX stieg am Berichtstag um 0,53 Prozent auf 26.440 Einheiten. Die beiden Indizes notieren nur knapp unter ihren zuletzt erreichten Allzeithochs. Der britische FTSE ermäßigte sich um 0,21 Prozent auf 10.750 Zähler.
Gestützt wurden die Börsen zum Wochenschluss von der Aussicht auf eine Zinspause der US-Notenbank bei ihrer kommenden geldpolitischen Sitzung. Zudem hat sich auch der Ölpreis, der zuletzt noch Inflationsängste geschürt hatte, nur verhältnismäßig wenig bewegt. Eine leicht negative Verlaufstendenz an der Wall Street drückte auch in Europa im Späthandel aber etwas auf die Aktienkurse.
Die am Vormittag gemeldeten Wirtschaftsdaten aus der Eurozone waren wie erwartet ausgefallen und lieferten deswegen kaum sichtbare Auswirkungen. Die Wirtschaft im Euroraum ist im zweiten Quartal wie von Analysten prognostiziert um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gewachsen, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Im ersten Quartal hatte die Wirtschaft noch stagniert. Wichtige Unternehmensnachrichten gab es zum Wochenschluss kaum.
Aufmerksam verfolgt wird an den Märkten auch weiter die Entwicklung des Nahostkonflikts. Der Iran hat zuletzt Äußerungen von US-Präsident Donald Trump widersprochen, wonach die USA die Kontrolle über die wichtige Handelsstraße von Hormuz hätten. Unterdessen sind zwei Schiffe des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc in der Straße von Hormuz angegriffen worden. Die Vereinigten Arabischen Emirate verurteilten den Angriff, für den sie den Iran verantwortlich machen.
Unter den Einzelwerten in Europa setzte sich die Aktie von Rheinmetall an die Spitzenposition im Euro-Stoxx mit plus 3,2 Prozent. Seit einiger Zeit schon spüren Rüstungswerte wieder Aufwind.
Hinter Rheinmetall gewannen die Anteile des Softwareherstellers SAP 2,7 Prozent. Ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, wonach der Finanzinvestor Silver Lake derzeit über einen Kauf des US-Unternehmens Workday verhandeln soll, sorgte in der Branche für Fantasie.
Die Aktien des französisch-österreichischen Impfstoffherstellers Valneva sprangen auf den höchsten Stand seit Ende März und beendeten den Handel gut 22 Prozent höher. Basierend auf guten Wirksamkeits- und Verträglichkeitsdaten aus einer Phase-III-Studie prüft die europäische Arzneimittelbehörde EMEA nun eine Zulassung des Zeckenimpfstoffs, den das Unternehmen in Zusammenarbeit mit dem US-Konzern Pfizer entwickeln. Analyst Maury Raycroft von der Investmentbank Jefferies ist auch optimistisch, dass die US-Behörde FDA einen Zulassungsantrag akzeptieren wird.
Im Mediensektor gab es durchschnittlich die größten Gewinne. Die Aktien von Wolters Kluwer legten um 2,1 Prozent zu. Sie waren nach soliden Halbjahreszahlen zuletzt wieder verstärkt in das Interesse der Anleger gerückt. Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) relativierten nun die Sorgen am Markt wegen der Konkurrenz durch Künstliche Intelligenz und raten weiter zum Kauf.
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND