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Der Euro-Stoxx-50 als Leitindex für die Eurozone legte um 0,51 Prozent auf 6.459,59 Punkte zu und knüpfte damit an das Rekordniveau vom Vortag an. Nach dem Rekord zum Wochenstart hat der deutsche DAX auch am Dienstag zugelegt und eine weitere Bestmarke aufgestellt. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex 0,5 Prozent im Plus bei 26.138 Punkten. Außerhalb der Eurozone tendierte der schweizerische Leitindex SMI kaum verändert. Der britische FTSE 100 zog um 0,34 Prozent auf 10.894,51 Punkte an.
Stärkster Sektor waren die Rohstoffwerte. Die Schwergewichte der Branchen folgten mit ihren Gewinnen der Entwicklung, die sie bereits an der australischen Börse verzeichnet hatten. Ebenfalls gefragt waren Ölwerte nach den Verlusten am Vortag. Sie profitierten nicht nur von den wieder gestiegenen Ölpreisen, sondern auch von soliden Zahlen des Schwergewichts BP.
Die hohen Ölpreise hatten BP im zweiten Quartal einen Gewinnsprung beschert. In den drei Monaten bis Ende Juni betrug der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn rund 5,7 Milliarden US-Dollar (knapp 5 Mrd Euro). Analysten hatten im Schnitt nur gut fünf Milliarden Dollar erwartet. Die Aktie legte um 1,5 Prozent zu und baute damit ihr Jahresplus auf 30 Prozent aus.
Technologiewerte bauten auf guten Vorgaben auf. "Im asiatischen Handel standen erneut die Technologiewerte aus den Halbleiter- und KI-Sektoren im Fokus", merkte Lipkow an. "Nach US-Börsenschluss legte zudem das KI-Vorzeigeunternehmen Palantir seine Zahlen für das vergangene Quartal vor und konnte die Skeptiker überzeugen." So gewannen etwa ASML 2,5 Prozent.
Gute Zahlen gab es aus der zweiten Reihe des Segments. Der Sensoren-und Halbleiterhersteller AMS Osram hatte im zweiten Quartal einen höheren Umsatz erzielt, musste beim operativen Gewinn aber einen Rückgang hinnehmen. Das Unternehmen übertraf jedoch die Analystenerwartungen. Zugleich trieb AMS Osram den Umbau zu einem Halbleiterunternehmen voran. Die Aktie legte um 6,9 Prozent zu.
Etwas verhaltener war dagegen die Entwicklung im Bankensektor. Die britische Großbank HSBC nimmt sich nach einem überraschend guten Quartal höhere Einsparungen vor. Zudem nimmt die Bank den Rückkauf eigener Aktien wieder auf. Anleger reagierten zurückhaltend. Die Aktie verlor nach der starken Entwicklung der Vormonate 1,6 Prozent.
Auf dem Einzelhandelssektor lastete dagegen der Kursrutsch von Zalando . Der Online-Händler hatte im zweiten Quartal weniger Umsatz erzielt und verdient als erwartet.