Europas Börsen wenig bewegt - Luxuswerte unter Verkaufsdruck

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Enttäuschende Umsatzzahlen drücken Hermes-Aktie in die Tiefe
 © AFP, THOMAS SAMSON, Apa
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Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch anfängliche Gewinne nicht gehalten und zeigten sich nur wenig verändert. Die Marktteilnehmer blieben angesichts der auf erhöhtem Niveau stabilisierten Ölpreise und einiger enttäuschender Quartalszahlen vorsichtig. Der Euro-Stoxx-50 verlor zu Mittag 0,27 Prozent auf 5.967,17 Punkte. Der DAX in Frankfurt und der britische FTSE 100 traten auf der Stelle.

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Die Kursentwicklung spiegelt die abwartende Haltung am Markt wider. "Anleger dies- und jenseits des Atlantiks hoffen weiterhin auf einen unterschriftsreifen Friedensvertrag und damit auf den großen Wurf zwischen den Kriegsparteien im Nahostkonflikt", so Timo Emden, Marktanalyst von Emden Research. "Zu oft wurden Anleger in den vergangenen Wochen enttäuscht, als dass nun uneingeschränkter Optimismus dominieren könnte."

Am Ende des Feldes lagen erneut die Luxuswerte. Nach den enttäuschenden Umsatzzahlen des Luxusgüterkonzerns LVMH zum Wochenstart gab es erneut Enttäuschungen. Mit Hermes und Kering erlitten gleich zwei prominente Namen Rückschläge. Die Hermes-Aktie brach um über acht Prozent ein, während Kering um fast zehn Prozent fielen.

Bei Hermes sprachen die Analysten von Barclays von enttäuschenden Umsatzzahlen im ersten Quartal. Bei Kering verwies Analyst Adam Cochrane von der Deutschen Bank auf die enttäuschende Entwicklung der Marke Gucci.

Besser präsentierten sich die Technologiewerte. ASML legten nach Zahlen leicht zu und bewegten sich damit im Bereich ihrer Allzeithochs. Der Chipausrüster hatte weiterhin vom KI-Boom profitiert und war mit überraschend viel Schwung in das neue Jahr gestartet. Die Analysten von Goldman Sachs sprachen von einem besser als erwarteten Quartalsbericht. Der erhöhte Ausblick für 2026 spiegelt die anhaltend hohe Nachfrage wider.

Im Autosektor ragten Stellantis mit plus 2,8 Prozent positiv heraus. Der Autobauer hatte im ersten Quartal dank eines Aufschwungs in seinen Kernmärkten Nordamerika und Europa mehr Autos verkauft. Ein Jahr zuvor noch waren die Verkäufe zu Jahresbeginn deutlich abgerutscht, vor allem im einst so lukrativen Markt Nordamerika.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON

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