Europas Börsen nach USA-Iran-Abkommen teilweise fester

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Europas Börsen haben am Donnerstag großteils mit moderaten Gewinnen geschlossen. Unterstützt wurden die Märkte von der Aussicht auf eine Beilegung des Nahost-Konflikts. Nach der Unterzeichnung eines vorläufigen Abkommens zwischen den USA und dem Iran haben am Donnerstag die ersten Öltanker die Straße von Hormuz passiert. In Folge kamen auch die Ölpreise deutlich zurück und linderten die jüngsten Ängste vor energiepreisgetriebener Inflation und gegensteuernden Zinserhöhungen.

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Der Euro-Stoxx-50 beendete den Tag mit einem Plus von 0,37 Prozent bei 6.323,27 Punkten. Im Frühhandel hatte der Index zeitweise ein neues Rekordhoch erreicht. Der deutsche DAX stieg um ebenfalls 0,37 Prozent auf 25.026,80 Zähler.

Der Schweizer SMI fiel hingegen nach einer Zinserhöhung der Schweizer Notenbank um 0,36 Prozent auf 13.765,83 Punkte. Der britische FTSE verlor 1,04 Prozent auf 10.399,70 Punkte. Der Index litt vor allem unter den Kursabschlägen seiner schwer gewichteten Rohstoff-, Öl- und Immobilientitel. Erstere wurden von den sinkenden Notierungen für wichtige Metalle wie Silber und Kupfer sowie der Talfahrt der Ölpreise belastet. Letztere litten unter der Aussicht auf steigende Zinsen.

Bei Autotiteln setzte sich die jüngste Talfahrt fort. Der Branchenindex markierte den tiefsten Stand seit knapp drei Monaten. Nach dem Verkaufseinbruch auf dem chinesischen Markt und einer Prognosesenkung von BMW verteidigte Volkswagen-Chef Oliver Blume auf der Hauptversammlung des Konzerns seinen Sparkurs. Er verwies auf die im laufenden Jahr nochmals verschärften Rahmenbedingungen der Branche.

Immerhin moderate Gewinne verbuchten die schon zuletzt gefragten Industrie- und Technologietitel. Bei letzteren stützten eine Prognoseanhebung des Halbleiterherstellers BE Semiconductor, dessen Aktien um 2,5 Prozent anzogen, sowie positive Branchenvorgaben aus Asien und den USA.

Auf beiden Seiten des Pazifiks waren Halbleiteraktien dank des anhaltenden Booms um das Mega-Thema Künstliche Intelligenz (KI) zuletzt gefragt. So waren Infineon-Aktien mit einem Plus von 6,4 Prozent die Tagesgewinner im Euro-Stoxx-50. Unter den größeren Gewinnern fanden sich auch Siemens Energy mit einem Plus von 4,7 Prozent. Das Unternehmen gilt als Profiteur des KI-Booms und der damit verbundenen Energienachfrage.

Marktteilnehmer verwiesen auch auf positive Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zum Engagement der USA bei Intel - im Zusammenhang mit der zwischen Apple und Intel vereinbarten Zusammenarbeit zur Entwicklung und Herstellung von Chips in den Vereinigten Staaten. Die Erholung der US-Technologiebörse Nasdaq half dem europäischen Tech-Sektor ebenfalls.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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