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Anleger reagierten erleichtert auf den weiter gefallenen Ölpreis, nachdem das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Kriegs im Nahen Osten unterzeichnet worden war. Die Notenbank Fed hatte bei ihrer Sitzung am Mittwoch ein weiteres Mal den Leitzins nicht angerührt, mit ihrer erhöhten Inflationsprognose aber Ängste vor gegensteuernden Zinserhöhungen geschürt. Die Ölpreisrückgänge linderten die Zinsängste wieder etwas. Davon profitierten vor allem die besonders konjunktur- und zinssensitiven Technologieaktien.
Gut gesucht waren Aktien von Halbleiteraktien und verbuchten dank der anhaltenden Euphorie rund um Künstliche Intelligenz weitere Kursgewinne. Für Intel ging es um 10,6 Prozent hoch, nachdem Trump erklärt hatte, das Unternehmen habe mit Apple einen Vertrag über die Herstellung von Chips abgeschlossen. Die Titel der Branchenkollegen AMD, Marvell Technology und Micron zogen um bis zu 8,7 Prozent an.
Für den Börsenneuling und Überflieger SpaceX ging es nach dem fünfprozentigen Kursrücksetzer vom Vortag um 3,6 Prozent auf 185 US-Dollar nach unten. In der Spitze hatte der Kurs mit 225,64 Dollar gut zwei Drittel über dem Ausgabepreis am Freitag gelegen. Der Börsenwert des Raumfahrt- und KI-Unternehmens von Tesla-Chef Elon Musk war damit bis auf knapp drei Billionen Dollar gestiegen, was SpaceX zeitweise Platz vier unter den weltweit wertvollsten Unternehmen beschert hatte. Aktuell belegt SpaceX den sechsten Platz - hinter Nvidia, Alphabet, Apple, Microsoft und Amazon.
Die Anteilsscheine von Take Two Interactive stiegen um fast fünf Prozent. Die Tochtergesellschaft Rockstar Games hatte mitgeteilt, dass die Vorbestellungen für das mit Spannung erwartete Videospiel "Grand Theft Auto VI" am 25. Juni beginnen werden. Das große Interesse potenzieller Käufer signalisiert schon jetzt, dass es eines der erfolgreichsten Spiele der Branchengeschichte werden könnte.
Außerhalb des Tech-Sektors sackten die Anteile von Accenture als Schlusslicht im S&P-500 um 18 Prozent ab. Die Unternehmensberatung hatte die Anleger mit ihrem Umsatzausblick auf das vierte Geschäftsquartal enttäuscht.
Für die Anteilsscheine von Kroger ging es um mehr als acht Prozent nach unten. Der Lebensmittelhändler hatte angedeutet, dass der wirtschaftliche Druck auf die Verbraucher sowie die Investitionen zur Gewinnung von Marktanteilen die kurzfristige Geschäftsentwicklung belasten könnten.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU