
von
Damit übertraf der Konzern sowohl seine eigene Prognose von 730 Milliarden Yen als auch die Erwartungen der Analysten, die LSEG-Daten zufolge im Schnitt mit 726 Mrd. Yen gerechnet hatten. Der Konzern begründete die Entwicklung vor allem mit dem Geschäft in Nordamerika und Europa.
Diese Märkte hätten sich zuletzt als Zugpferde erwiesen und die schwächere Entwicklung in China ausgeglichen. Die Volksrepublik ist mit fast 900 Uniqlo-Filialen nach wie vor größter Auslandsmarkt. Hier schließt das Unternehmen derzeit unrentable Standorte. Sie werden ersetzt durch neuere, größere Geschäfte, die mehr Kunden anlocken sollen. Auf dem Heimmarkt Japan drückt der schwache Yen die Geschäfte. Höhere Importkosten dürften das Ergebnis im vierten Quartal belasten und zu Preiserhöhungen führen, warnte das Management. Trotzdem stellte Fast Retailing für das angelaufene Geschäftsjahr einen weiteren Anstieg des Betriebsgewinns auf 830 Mrd. Yen in Aussicht.
Unternehmensgründer Tadashi Yanai, der reichste Mann Japans, will Fast Retailing zum weltgrößten Bekleidungshändler machen. Damit tritt der Konzern in direkte Konkurrenz zur Zara-Mutter Inditex und zu H&M aus Schweden. Da der Online-Handel den klassischen Filialen zunehmend das Geschäft abgräbt, setzt Fast Retailing verstärkt auf riesige, mehrstöckige Geschäfte, die als eigene Anziehungspunkte dienen sollen. Dieses Format hat zum Wachstum der Marke in Nordamerika und Europa beigetragen. In Japan wolle das Unternehmen die Zahl dieser sogenannten Flagship-Stores im nächsten Jahrzehnt auf 20 verdoppeln, hatte Yanai im August der Zeitung "Nikkei" gesagt.
People walk past an electronic quotation board displaying the Nikkei Stock Average on the Tokyo Stock Exchange in Tokyo on September 14, 2026. (Photo by Yuichi YAMAZAKI / AFP)