Ryanair kürzt sein deutsches Flugprogramm

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++ ARCHIVBILD ++ Die Billig-Fluglinie hebt künftig seltener vom Flughafen Berlin ab
 © DPA, Patrick Pleul, Apa
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Europas größter Billigflieger Ryanair streicht sein Angebot auch in Deutschland zusammen. Man werde im kommenden Winterflugplan rund 700.000 Sitzplätze weniger anbieten als vor einem Jahr, kündigt das irische Unternehmen am Donnerstag an. Das sei ein Rückgang um 10 Prozent im Vergleich zum Winter 2025/26. Gründe seien die hohen Zugangskosten über staatliche Gebühren sowie die "exorbitante" Luftverkehrsteuer in Deutschland.

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Die Hauptlast der Kürzungen trage wie bereits angekündigt der Flughafen Berlin-Brandenburg, den Ryanair als "erfolglosesten Flughafen Europas" bezeichnete. Dort schließt die Airline zum 24. Oktober ihre Basis mit sieben Flugzeugen und dazugehörigen Crews. Die Jets würden an wettbewerbsfähigere Flughäfen in anderen EU-Staaten verlagert, wo die Luftverkehrsteuer abgeschafft und Gebühren gesenkt worden seien.

Die deutsche Hauptstadt wird zwar weiterhin von Ryanair angeflogen, verliert aber den Angaben zufolge rund die Hälfte des bisherigen Angebots. Zwölf Strecken unter anderem nach Gran Canaria, Palermo und Thessaloniki würden ganz eingestellt, andere ausgedünnt. "Berlin ist mit Abstand der größte Verlierer", sagt Airline-Chef Eddie Wilson. Die Passagiere dort hätten deutlich weniger Auswahl und müssten höhere Flugpreise zahlen.

So teilte der Billigflieger bereits am Mittwoch mit, dass Ryanair den Flugbetrieb am Flughafen Bremen einstellen und auch weiterhin keine Flüge von Leipzig und Dresden mehr anbieten werde.

Streichungen von rund 5 Prozent gebe es auch in Hamburg, während die Kapazität in Memmingen und Köln ausgebaut werde. Neu im Winterflugplan von Ryanair sind Saarbrücken und Friedrichshafen.

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