Eni und Petronas prüfen Entwicklung neuer Bio-Treibstoffe

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Gemeinsame Projekte in Asien
 © APA/APA/AFP/MARCO BERTORELLO
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Der italienische Energiekonzern Eni und der staatliche malaysische Ölkonzern Petronas wollen gemeinsam die Entwicklung neuartiger Bio-Benzine prüfen. Dazu haben die Unternehmen eine Vereinbarung zur Durchführbarkeit eines entsprechenden Projekts unterzeichnet. Untersucht werden sollen technische, wirtschaftliche und ökologische Voraussetzungen sowie die Leistungsfähigkeit neuer Bio-Benzine aus erneuerbaren Rohstoffen.

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Die Kraftstoffe könnten zunächst bei Motorsportveranstaltungen eingesetzt und anschließend für kommerzielle Anwendungen weiterentwickelt werden. Grundlage der Entwicklung ist die sogenannte Ecofining-Technologie, mit der Eni seit 2014 Biokraftstoffe aus erneuerbaren Rohstoffen herstellt. Die neue Vereinbarung soll zugleich die langjährige Zusammenarbeit von Eni und Petronas bei Biokraftstoffen vertiefen und zur schrittweisen Dekarbonisierung des Verkehrssektors beitragen.

Eni will dabei seine Erfahrung mit nachhaltigen Energielösungen und der Herstellung von Biokraftstoffen einbringen. In den Bioraffinerien des Konzerns werden unter anderem HVO-Diesel und nachhaltiger Flugkraftstoff (SAF) hergestellt. Petronas verfügt nach eigenen Angaben über langjährige Erfahrung mit Kraftstofftechnologien sowie mit der Entwicklung leistungsstarker nachhaltiger Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren.

Die beiden Unternehmen arbeiten bereits bei mehreren Projekten zusammen. Eni und Petronas gründeten zuletzt das Gemeinschaftsunternehmen Searah, an dem beide jeweils 50 Prozent halten. Das Unternehmen bündelt wichtige Aktivitäten im Gasbereich in Indonesien und Malaysia und verfügt über ein Portfolio von 19 Förder- und Entwicklungsprojekten. Gemeinsam mit Eni-Tochter Enilive und dem japanischen Unternehmen Euglena ist Petronas zudem am Bau einer Bioraffinerie im malaysischen Bundesstaat Johor beteiligt. Die Anlage in Pengerang soll voraussichtlich ab der zweiten Hälfte des Jahres 2028 jährlich bis zu 650.000 Tonnen erneuerbare Rohstoffe verarbeiten können.

Geplant ist die Herstellung von nachhaltigem Flugkraftstoff, HVO-Diesel und Bio-Naphtha. HVO steht für "Hydrogenated Vegetable Oil", also hydriertes Pflanzenöl. Eni-Tochter Enilive zählt nach Unternehmensangaben zu den weltweit führenden Produzenten von HVO-Diesel. Der Kraftstoff wird derzeit an mehr als 1.700 Tankstellen in Europa angeboten.

SAN DONATO MILANESE - ITALIEN: FOTO: APA/APA/AFP/MARCO BERTORELLO

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