Chinesische Exporte legen dank KI-Boom kräftig zu

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Schwache Binnennachfrage
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Eine starke Nachfrage nach KI-Produkten und Autos hat Chinas Exporteuren im August ein kräftiges Wachstum beschert. Die Ausfuhren der Volksrepublik stiegen zum Vorjahresmonat um 25,0 Prozent, wie die Zollbehörde am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit diesem Zuwachs gerechnet. Damit beschleunigte sich das Wachstum im Vergleich zum Juli, als ein Plus von 23,9 Prozent verzeichnet worden war.

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Die Importe legten um 28,2 Prozent zu, nach einem Plus von 27,5 Prozent im Vormonat. Analysten hatten hier allerdings einen Zuwachs von 30 Prozent erwartet. Die robusten Exporte stützen die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, die unter einer anhaltend schwachen Inlandsnachfrage leidet.

"Chinas Außenhandel bleibt dynamisch. Die Zahlen lassen jedoch vermuten, dass das Wachstum in absehbarer Zeit seinen Höhepunkt erreichen dürfte", meint LBBW-Analyst Sandro Pannagl. Er verweist darauf, dass vor allem die Einfuhren aus Südamerika und afrikanischen Staaten spürbar abkühlten. Dies dürfte aus Sicht des Experten auf die anhaltende Schwäche in Chinas traditionellen Industriebranchen zurückzuführen sein: "Das starke Wachstum im Technologiesektor fungiert unterdessen weiterhin als zentraler Treiber der Außenwirtschaft."

Besonders gefragt in Übersee waren neben KI-Produkten unter anderem auch Solarzellen und Lithium-Ionen-Batterien aus China. Ein besonderer Verkaufsschlager waren Autos: Die Pkw-Ausfuhren aus der Volksrepublik stiegen im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 77,5 Prozent auf 894.000 Fahrzeuge, wie der Branchenverband CPCA mitteilte. Dagegen fielen die Verkäufe im Inland den elften Monat in Folge, und zwar um 23,7 Prozent auf 1,55 Millionen Fahrzeuge.

Angesichts des Preiskampfes auf dem weltgrößten Automarkt verstärken heimische Hersteller wie BYD und Geely ihre Expansion im Ausland. Die Behörden warnten die Autobauer vergangene Woche vor zu aggressiven Preissenkungen im Ausland, um einen ruinösen Wettbewerb zu verhindern.

Während der Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) die Gewinne moderner Industrieunternehmen ankurbelte, machen anderen Branchen die schwache Binnennachfrage und die Folgen des kriselnden Immobiliensektors zu schaffen. Die Regierung in Peking versucht seit längerem, den Konsum und die Investitionen anzukurbeln, um das Wachstumsziel von 4,5 bis fünf Prozent für das laufende Jahr zu erreichen.

Chinas Fokus auf den Export zur Auslastung der industriellen Kapazitäten birgt jedoch die Gefahr von Handelskonflikten. Sowohl die USA als auch die Europäische Union fordern von Peking, zum Schutz der eigenen Wirtschaft vor einer Schwemme billiger Konkurrenzprodukte gegenzusteuern. Im Oktober will Brüssel eine erste Zwischenbilanz der Verhandlungen mit China ziehen, wie LBBW-Analyst Pannagl erläutert: "Während wir vorerst nicht von einer Eskalation im bilateralen Handel ausgehen, sind bei aus Sicht Brüssels fehlendem Verhandlungsfortschritt selektiv höhere Zölle seitens der EU nicht auszuschließen." Insgesamt dürfte sich das externe Umfeld für Chinas Industrie laut dem Experten in den kommenden Monaten daher eher eintrüben als verbessern.

Der Handelsbilanzüberschuss Chinas stieg im August auf 119,09 Milliarden Dollar (102,47 Mrd. Euro) nach 112,5 Milliarden Dollar im Vormonat. In den ersten acht Monaten des Jahres erreichte der Überschuss damit 805,51 Milliarden Dollar. Damit steuert der Wert das zweite Jahr in Folge auf mehr als eine Billion Dollar zu.

BREMERHAVEN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Sina Schuldt

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