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"Die deutsche Wirtschaft kommt langsam aus der Stagnation heraus, doch der Aufschwung trägt sich nicht selbst", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach den Rückschlag. "Privater Konsum und private Investitionen bleiben schwach, weil hohe Energiepreise die Realeinkommen drücken, die Produktionskosten erhöhen und die Inflation länger auf einem höheren Niveau halten."
Die aktuelle Lage schätzten die Börsianer dagegen deutlich besser ein: Dieses Barometer legte um 11,2 Punkte zu. Es verharrte aber mit minus 35,9 Punkten im negativen Bereich.
Europas größte Volkswirtschaft ist zuletzt drei Quartale in Folge gewachsen, angekurbelt vor allem durch die Exporte. Die deutsche Bundesregierung und die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben deshalb ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 1,3 Prozent hinaufgesetzt, nachdem im Frühjahr nur ein Plus von etwa einem halben Prozent erwartet worden war.
Ein Problem bleibt die hohe Teuerung. Die Deutsche Bundesbank rechnet für die kommenden Monate mit einem anhaltend hohen Preisdruck. "Derzeit ist davon auszugehen, dass die Inflationsrate in Deutschland bis ins nächste Jahr hinein merklich erhöht bleibt", heißt es im aktuellen Monatsbericht.
Die Rückkehr zur angestrebten Zwei-Prozent-Marke werde "einige Zeit in Anspruch nehmen". Rekordhohe Preise für Benzin und Diesel sowie teures Heizöl haben die Verbraucherpreise im September mit 3,3 Prozent so stark steigen lassen wie seit knapp drei Jahren nicht mehr.
LOON-PLAGE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/FRANCOIS LO PRESTI