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Höhere Zinsen und Materialkosten hatten in den Vorjahren viele Bauherren abgeschreckt. Auch heuer sind die Bauzinsen gestiegen, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins wegen der erhöhten Inflationsgefahren zweimal angehoben hat - im Juni und zuletzt im September auf aktuell 2,50 Prozent. Viele Ökonomen halten es deshalb für fraglich, ob die Genehmigungen auch tatsächlich alle umgesetzt werden. "Grundsätzlich können höhere Bauzinsen den Neubau bremsen, weil sich Projekte nur dann rechnen, wenn die erzielbaren Mieten die gestiegenen Finanzierungs- und Baukosten ausgleichen", sagte Immobilienexperte Steffen Zetzmann vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) der Nachrichtenagentur Reuters. "Gelingt das nicht, dürfte der Neubau zurückgehen."
Den größten prozentualen Zuwachs gab es in den ersten acht Monaten bei den Zweifamilienhäusern, wo die Zahl der genehmigten Wohnungen um 21,7 Prozent auf 10.000 stieg. Auch bei den Einfamilienhäusern war ein merklicher Anstieg um 7,8 Prozent auf 31.500 Genehmigungen zu verzeichnen. In Mehrfamilienhäusern, die den größten Anteil am Neubau ausmachen, zogen die behördlichen Zusagen um 14,5 Prozent auf 90.600 Wohnungen an. Rückläufig war die Entwicklung hingegen bei den Wohnheimen. Hier sank die Zahl der genehmigten Wohnungen um zwei Prozent auf 5.300, wie das Statistische Bundesamt außerdem mitteilte.