Advent sammelt 30 Mrd. Dollar für neue Fonds ein

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Für neue Beteiligungen und Übernahmen
 © DPA, Karl-Josef Hildenbrand, Apa
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Der US-Finanzinvestor Advent hat bei Investoren 30 Mrd. Dollar (27 Mrd. Euro) für neue Beteiligungen und Übernahmen eingesammelt. Der elfte "Global Private Equity"-Fonds (GPE XI), den Advent aufgelegt hat, ist mit einem Volumen von 27 Mrd. Dollar der größte Advent-Fonds überhaupt und der zweitgrößte, den eine Beteiligungsgesellschaft bisher platziert hat. Der europäische Konkurrent CVC hatte 2023 einen 26 Mrd. Euro (damals 29 Mrd. Dollar) schweren Fonds aufgelegt.

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Der Vorgängerfonds von Advent, GPE X, war 25 Mrd. Dollar schwer gewesen. Dazu kommt erstmals ein 3 Mrd. Dollar umfassender Mittelstandsfonds, Advent Mid-Market Private Equity, wie der Investor am Dienstag mitteilte.

"Mit der neuen Fondsplattform verfügen wir über ausreichend finanzielle Mittel, um Transaktionen wie TKE darzustellen", sagte der in Frankfurt ansässige Managing Partner Ranjan Sen zur Nachrichtenagentur Reuters. Advent hatte 2020 zusammen mit dem Konkurrenten Cinven die Aufzugssparte von Thyssenkrupp, TK Elevator (TKE), um 17 Mrd. Euro übernommen - eine der größten Übernahmen eines deutschen Unternehmens durch Private Equity.

In diesem Jahr verkauften die Investoren TKE um mehr als 29 Mrd. Euro an den finnischen Aufzughersteller Kone weiter. Auch mit dem neuen Fonds bleibe der Schwerpunkt in Europa und Nordamerika, erklärte Advent.

Mit wachsenden Fondsgrößen werden die Taschen der globalen Finanzinvestoren immer tiefer - zugleich wächst der Druck, das frische, von großen Versicherern, Pensionskassen und reichen Familien eingeworbene Geld gewinnbringend anzulegen. Investoren wie Advent greifen sowohl nach Teilen großer Konzerne, die diese nicht mehr zum Kerngeschäft zählen, nach börsennotierten Firmen als auch nach Unternehmen im Privatbesitz, deren Eigentümer sich zurückziehen wollen.

In der vergangenen Woche hatte die schwedische Beteiligungsgesellschaft EQT die Übernahme des Diagnostikunternehmens Qiagen für 10,8 Mrd. Euro angekündigt - es wäre der erste Dax-Konzern, der an Private Equity gehen würde.

Advent wolle trotz der schwachen Konjunktur auch weiter in Deutschland investieren, sagte Managing Partner Ronald Ayles. "Deutschland ist ein anspruchsvoller Markt, in dem wir uns über viele Jahre eine gute Marktposition erarbeitet haben. Wir sehen hier trotz der aktuell schwierigeren Wirtschaftslage ein weiterhin sehr attraktives Investitionsumfeld." Mit dem neuen Mittelstandsfonds könne Advent auch kleinere Unternehmen ins Visier nehmen, sagte Sen. "Das ist vor allem für den deutschen Mittelstand wichtig." Zielgruppe sind Unternehmen mit einem Wert von bis zu 1,2 Milliarden Dollar, in die 100 bis 350 Millionen Dollar Eigenkapital fließen.

KAUFBEUREN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Karl-Josef Hildenbrand

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