Porsche stabilisiert Rendite bei schwachem Absatz

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Neuausrichtung wird vorangetrieben
 © DPA, Marijan Murat, Apa
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Der angeschlagene deutsche Sportwagenbauer Porsche hat sich vom Gewinneinbruch des vergangenen Jahres etwas erholt. Von Jänner bis September sank der Umsatz um knapp sechs Prozent auf 25,28 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis belief sich auf 1,74 Milliarden Euro nach gerade einmal 40 Millionen Euro vor Jahresfrist, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

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Damals hatte Porsche hohe Abschreibungen und Kosten für Personalabbau verbucht. Der Umsatz sank damit nicht so stark wie der Absatz (minus 16 Prozent), da mehr margenstarke Modelle verkauft worden seien.

Die operative Rendite liegt nach neun Monaten mit 6,9 Prozent in dem für 2026 angepeilten Korridor von 5,5 bis 7,5 Prozent. Porsche leidet unter dem Einbruch des China-Geschäfts, gestiegenen US-Importzöllen und zu geringer Nachfrage nach Elektroautos im Sportwagenmarkt.

Der neue Porsche-Chef Michael Leiters will das Unternehmen mit seiner Strategie "Sportwagenschmiede '35" gesundschrumpfen. "Wir setzen unsere strategische Neuausrichtung konsequent und mit hoher Geschwindigkeit um", erklärte Leiters. Der Fokus liege auf dem Kerngeschäft, einer wettbewerbsfähigen Kostenstruktur und einer nachhaltigen Steigerung der Ertragskraft. Damit einher geht eine kostspielige Umkehr wieder zu mehr Verbrennermodellen.

Das dritte Quartal schloss die Volkswagen-Tochter mit einem Betriebsergebnis von 387 Millionen Euro ab und damit besser als von Analysten erwartet. Der Umsatz fiel mit 8,1 Milliarden Euro (Vorjahresperiode: 8,7 Milliarden Euro) etwas schwächer aus als geschätzt. Nach Daten von Visible Alpha prognostizierten Fachleute im Schnitt einen Rückgang des Umsatzes um gut 3 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro und ein Betriebsergebnis von 331 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal knapp 1 Milliarde Verlust zu Buche stand.

Lange Zeit war Porsche mit 15 Prozent der profitabelste deutsche Autobauer. In den nächsten fünf Jahren will das Unternehmen die Marge wieder auf eine Spanne von zehn bis 15 Prozent nach oben schrauben. Allerdings stellt sich Porsche auf einen viel niedrigeren Absatz ein: Die Gewinnschwelle soll durch Einsparungen, mehr Luxusmodelle und höhere Preise mit weniger als 200.000 Verkäufen pro Jahr erreicht werden, wie Leiters Anfang Oktober auf einem Kapitalmarkttag erklärte. Die Belegschaft von rund 42.000 soll mittelfristig um 25 Prozent schrumpfen.

Im Rekordjahr 2023 hatte Porsche noch rund 320.000 Auslieferungen geschafft, dank starken Wachstums in China. Aber dort brach der Luxusmarkt mit der Immobilienkrise ein, chinesische Konkurrenten drängen mit niedrigeren Preisen auch in obere Marktsegmente. Porsche will sich zum Schutz des Marken- und Wiederverkaufswertes aus dem Preiskampf weiter heraushalten und sich künftig mit einem Nischendasein begnügen.

ARCHIV - 06.03.2025, Baden-Württemberg, Zuffenhausen: Ein Mitarbeiter der Porsche AG bringt in der Porsche Sonderwunsch-Manufaktur einen Schriftzug an einem Porsche 911 S/T an. (zu dpa: «Dieser Plan soll Porsche wieder erfolgreich machen») Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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