
Tough ist nicht nur die Frauenrunde in ihrer Bestseller-Gartenkrimi-Reihe, tough ist auch die Autorin Martina Parker selbst in Sachen Finanzplanung.
Die bisherigen Titel Ihrer Krimi-Reihe heißen „Zuagroast“, „Aufblattelt“, „Hamdraht“, „Ausgstochen“. Würde ein Band über Ihren Umgang mit Geld eher Angspart oder Ausgebn heißen?
Zuerst Angspart, dann Ausgebn. Das eine bedingt das andere. Ich war ein einziges Mal in meinem Leben im Minus. Damals war ich 18, frisch in Wien und hatte mein Konto überzogen. Mein Vater hat es bemerkt und mich zur Rede gestellt. Ich musste ihm das Versprechen geben, dass das nie wieder passiert. Das konnte ich bis heute einhalten.
Sind Sie wirtschaftlich gesehen ein vorsichtiger Mensch oder interessiert Sie auch das Spiel an der Börse oder Bitcoins?
Aufgrund der Inflation führt kein Weg an der Börse vorbei. Allerdings würde ich nie in etwas investieren, das ich nicht verstehe. Glücklicherweise habe ich bei meiner Freundin Lucy Seteram (Mrs. Moneybird) einen Onlinekurs in Finanzbildung für Frauen gemacht. Mir ist es wichtig, dass ich weiß, was mit meinem Geld passiert und warum etwas passiert. Nur mit dem nötigen Wissen kann man Investmententscheidungen treffen. Mein Portfolio ist breit gestreut, darunter auch ETFs. Keine Kryptowährungen, die passen nicht in mein Risikoprofil.
Was hat Sie familiär in Sachen Geld geprägt?
In jeder Familie gibt es Sprüche, die auch die emotionale Einstellung zu Geld prägen. Mein Großvater, der im Krieg alles verloren hatte, pflegte immer zu sagen: „Alles, was man mit Geld regeln kann, ist kein Unglück.“ Meine Mutter brachte gerne den Spruch. „Wer zahlt, schafft an“, ein Appell zur finanziellen Unabhängigkeit. Sie hat mir auch beigebracht, dass Verhandeln Spaß macht. Ich liebe Verhandlungsgespräche, sogar Gehaltsverhandlungen machen mir Spaß.
Was macht die Bestsellerautorin sonst mit ihrem Geld? Was empfinden Sie als ein sicheres Investment?
Keine Anlage ist komplett risikofrei, aber das richtige Risikomanagement ist wichtig. Ich setze auf eine breite Streuung über die verschiedenen Anlageklassen. Als Selbstständige ist auch ein Rücklagenkonto (lebens)wichtig. Mit dieser Strategie kann ich gut schlafen, weil immer etwas zur Verfügung steht, und durch die breit gestreuten Investitionen wächst mein Geld stetig mit der Zeit.
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