Sprechen Sie Wirtschaft, Robert Slivovsky?

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Robert Slivovsky, Sänger bei 5/8erl in Ehr'n, spart mit Ordnung Geld.

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Als Romantic Slivo landete er 2025 einen Sommerhit, aktuell steht der „Gemeindebau-Soul-Gott" Robert Slivovsky als Schauspieler auf der Bühne und ist mit seiner Band 5/8erl in Ehr'n auf Jubiläumstour. Ein ungedecktes Konto würde bei ihm allerdings Nervenflattern auslösen.

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Auf der Bühne gibt es Sie als Sänger bei 5/8erl in Ehr’n in Hemd und Hosenträgern, während Ihre Kunstfigur Romantic Slivo im Goldglitzeranzug auftritt – eine breite Range zwischen 10A und Privatjet. Wie ist denn Ihr persönlicher Umgang mit Geld?

Robert Slivovsky

Ich kann nur das ausgeben, was ich habe. Ich bin kein Mensch, der ins Minus geht, das mache ich nicht. Da bekomme ich Nervenflattern. Das kann ich mir mit zwei Kindern auch nicht leisten. Ich stolpere zwar chaotisch herum, wenn es um Kreativprozesse geht, aber finanziell bin ich sehr ordentlich. Ich passe meinen Lebensstandard dem an, was gerade geht. Das lernt man als Kulturschaffender. Man schaut immer, dass man einen finanziellen Puffer hat.

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Was hat Sie denn familiär in Sachen Geld geprägt?

Robert Slivovsky

Ich komme aus einer Arbeiterfamilie. Ich bin mit meiner alleinerziehenden Mama durch dick und dünn gegangen. Meine Mutter war immer sehr sparsam, hat sich aber eine Eigentumswohnung und ein Haus im Mostviertel erarbeitet. Ich glaube nicht, dass das heute noch so möglich wäre.

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Und was geben Sie in Sachen Geld Ihren beiden Kindern weiter?

Robert Slivovsky

Ich sage ihnen immer: „Mit Ordnung spart man Geld.“ Das heißt bei mir etwa, keine Mahngebühren anfallen lassen, kein Geld aus der Hosentasche verlieren.

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Ist Absicherung trotz aktuellem Erfolg ein Thema in Ihrem Leben bzw. die Angst, dass es auch wieder anders sein kann? Und wie schaut Ihre Anlagestrategie aus?

Robert Slivovsky

Meine Sparform ist die SVS, da zahle ich ordentlich ein. Ich würde mich auch für Anleihen interessieren, aber ich gebe leider auch sehr gerne Geld aus, wobei ich dabei wieder in meine kreative Arbeit investiere.

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Alles ist teurer geworden. Wo sparen Sie derzeit?

Robert Slivovsky

Ich bin ein Angebotsjäger im Supermarkt. Ich kaufe gerne gute Produkte, und da kann man beim Vergleich schon sparen.

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Was halten Sie für Ihren persönlichen Reichtum? Was macht Ihr Leben besser?

Robert Slivovsky

Jetzt muss ich wie meine Oma reden: Ich bin wahnsinnig froh, wenn alle gesund und zufrieden sind. Und dass ich weiß, dass ich in ein Haus ins Mostviertel fahren kann, was als freischaffender Künstler auch eine gewisse Sicherheit im Alter bedeutet – das beruhigt mich ungemein.

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Was haben Sie sich von Ihrem ersten selbst verdienten Geld gegönnt?

Robert Slivovsky

Ich habe seit meinem 14. Lebensjahr immer gejobbt, bei der Post oder am Flughafen, und habe mir dann mit 17 einen PC gekauft, um später Napster zu nutzen.

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Gibt’s Guilty Pleasures? Oder wofür geben Sie heute leichten Herzens viel Geld aus?

Robert Slivovsky

Für meine Kinder, da habe ich leider abends oft einen schnellen Finger im Onlineshop. Und meine absolute Leidenschaft ist das Garteln. Da investiere ich in besondere Bäume, ich liebe auch Magnolien, Blauregen, Alant oder den Sumpfhibiskus. Und ich liebäugle gerade mit einem Hochbeet aus Cortenstahl. Cortenstahl ist das Gold des Gartens.

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Was war denn das Verrückteste, das Sie sich bisher geleistet haben?

Robert Slivovsky

Das wären bei mir eher Impulsaktionen. Aber ich glaube, ich bin nicht sehr crazy, außer wenn ich im Urlaubsmodus bin und – ganz oldschool – Andenken kaufe, oft urschiach und sinnlos, aber ich hebe sie gerne auf.

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Was bedeutet Wohlstand für Sie?

Robert Slivovsky

Auch wenn ich von meiner sparsamen Mama erzählt habe, bin ich für meine Begriffe in Wohlstand aufgewachsen, weil gefehlt hat es uns in der Wirtschaftswunderzeit der 1980er-Jahre an nichts, wenn ich das etwa mit den Erzählungen meiner Großeltern vergleiche. Wohlstand ist für mich das Aufgehobensein in der Mittelklasse, die sich, was man mit Sorge beobachten muss, leider auflöst.

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Und wofür würden Sie Ihren letzten Cent ausgeben?

Robert Slivovsky

Für meine Kinder und einen Marillenbaum, also alles, was weiterwächst …

Zur Person

Das Interview ist im trend.PREMIUM vom 16. Jänner 2026 erschienen.

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