
Die Emerging Artists sind vor allem eines: weiblich.
36 Plätze der top 50 Plätze werden von Frauen und einer nonbinären Person belegt.
Die Besten unter 40 - Platz 1: Angelika Loderer


Angelika Loderer: Die beste österreichische Künstlerin unter 40
© Lukas IlgnerBei der "Paris Internationale"-Messe erregten ihre signifikanten Bronzeschuhe gerade viel Aufmerksamkeit. "Loderer bricht Grenzen der Materialästhetik und übersetzt klassische Gesten der Bildhauerei in einen zeitgenössischen Kontext", zeigen sich auch die Expert:innen von der Arbeit der Künstlerin und ihrer medienreflexiven Sprache beeindruckt. Damit belegt die steirische Bildhauerin, die bei Erwin Wurm studiert hat, bereits zum dritten Mal in Folge den Platz eins der besten unter 40-Jährigen. Im Kontext einer Zeit, die von zunehmender Kapitalakkumulation und unsicheren Lebens-und Arbeitsbedingungen geprägt ist, begibt sie sich auf die Suche nach Formen unsichtbarer und flüchtiger Systeme. Dabei arbeite sie, so die Künstlerin, "mit klassischen bildhauerischen Techniken und Materialien einer industriellen Infrastruktur" und beschäftige sich gleichzeitig "mit Transformationsprozessen, die unserer natürlichen Welt innewohnen". So eignet sie sich etwa von Tieren generierte Höhlen und Gänge als Gussformen an oder nutzt dieWachstumsprozesse von Pilzmyzel als gestaltendes Element. Ab 6. März 2023 zeigt das Belvedere 21 eine Einzelausstellung der Künstlerin. Dafür entwirft Loderer eine raumspezifische Installation, "für die der Boden mit seinen ökologischen, ökonomischen, politischen wie kulturellen Narrativen den 'common ground' darstellt".
Preisrange: 5.000 bis 40.000 Euro.
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