Wien als Hotspot der Krypto-Branche

In Kooperation mit Bluechip
Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
6 min
Artikelbild
 © Bluechip/Wolfgang Springler
©Bluechip/Wolfgang Springler
  1. home
  2. Finanzen
  3. Investment

Auch heuer kommen internationale Entscheidungsträger:innen aus Technologie, Bankwesen und Regulierung in Wien zusammen, um die drängendsten Themen im Crypto- und Digital-Asset-Sektor zu diskutieren. trend. un Bluechip verlosen 5 Tickets für die Bluechip26 am 10. & 11. November in Wien.

Gewinnen Sie eines von 5 Tickets für Bluechip26

Digitale Assets sind im traditionellen Finanzsystem angekommen. Neue Formen der digitalen Wertübertragung bergen großes Potenzial für Banken und Zahlungsdienstleister. Für die institutionelle Adoption hat eine Frage höchste Relevanz: Wie lassen sich die dafür notwendigen Infrastrukturen sicher ausgestalten und sinnvoll regulieren?

„Stablecoins haben die Testphase verlassen. Im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr lösen sie heute Probleme, mit denen Unternehmen seit Jahrzehnten leben: Überweisungen dauern Tage, Settlement ist teuer“, sagt Michael Brönner, Country Manager von Mastercard Österreich. Das Unternehmen hat im August die Übernahme des Stablecoin-Infrastrukturanbieters BVNK abgeschlossen und damit sein globales Zahlungsnetzwerk direkt mit Blockchain-basierten Zahlungswegen verbunden. Entscheidend bleibe jedoch, so Brönner, dass diese Innovationen auf belastbaren Sicherheits- und Governance-Standards basieren.

Deshalb stehen diese Themen bei Bluechip26 – The Crypto Safety Conference im Fokus: Am 10. und 11. November bringt die Fachkonferenz in Wien nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr erneut Entscheidungsträger aus Bankwesen, Regulierung, Payment, Web3, Technologie und Investment zusammen, um sich zu den Bereichen Sicherheit, Vertrauen, Standards und Best Practices im digitalen Finanzwesen auszutauschen. Namensgeber der Konferenz ist Bluechip: Die aus den USA nach Österreich übersiedelte Organisation beschäftigt sich mit dem Rating von Stablecoins, also Kryptowährungen, deren Wert an stabile Referenzen wie den US-Dollar oder den Euro geknüpft ist, und bewertet deren Sicherheit.

Neuer Euro-Stablecoin

In dem Bestreben, Österreich als Standort für Krypto-Innovation zu stärken, arbeitet Bluechip auch mit der Raiffeisen Bank International (RBI) zusammen. Die RBI ist selbst im Kryptobereich engagiert: So hatte der börsennotierte Konzern gemeinsam mit acht anderen europäischen Banken bereits im vergangenen Jahr die Entwicklung eines regulierten Euro-Stablecoins angekündigt. Aus dieser Initiative ist mittlerweile Qivalis hervorgegangen, ein in Amsterdam ansässiges Unternehmen, hinter dem inzwischen 37 Finanzinstitute aus 15 europäischen Ländern stehen. Der geplante Stablecoin soll „fiat-backed“, also eins zu eins durch Euro-Einlagen gedeckt sein.

„Der Finanzsektor befindet sich in einem Umbruch, der in absehbarer Zeit zu einer deutlich höheren Nachfrage nach digitalen Assets führen wird“, erklärt RBI-CEO Michael Höllerer diesen Schritt. „Mit unseren Finanzdienstleistungen – von der Tokenisierung von Vermögenswerten bis hin zu EUR-Stablecoins – sind wir dafür bestens aufgestellt.“

Blurred image background

Benjamin Levit, CEO der Rating-Agentur Bluechip, und Michael Höllerer, CEO Raiffeisen Bank International.

 © Christian Mikes/leadersnet.at

Einen wichtigen Rahmen für solche Projekte schafft die europäische MiCAR-Verordnung, die erstmals einheitliche Regeln für Krypto-Assets und entsprechende Dienstleister in der EU festlegt. Christian Wolf, Head of Emerging Technologies & Business Models bei der Raiffeisen Bank International, erklärt:

MiCAR hat einen europäischen Regulierungsrahmen für Kryptogeschäfte geschaffen, der weltweit einzigartig ist. Damit ist der Weg für EUR-basierte Stablecoins bereitet, die beispielsweise im internationalen Zahlungsverkehr zum Einsatz kommen werden.

Christian Wolf
Bild
 © RBI Martin Hörmandinger Photography

Attraktiver Standort

Bei Bluechip26 – The Crypto Safety Conference ist die RBI als Presenting Partner mit an Bord, Mastercard als Strategic Partner.

Besonders wichtig ist den Veranstaltern, den Dialog zwischen verschiedenen Playern im Crypto- und Digital-Asset-Sektor zu fördern. Benjamin Levit, Gründer und CEO der Rating-Agentur Bluechip, betont: „Wien ist in kurzer Zeit zu einem der wichtigsten Standorte für regulierte Kryptoanbieter in Europa geworden. Was jetzt zählt, ist die Qualität dahinter. Wir bewerten Stablecoins nach den Maßstäben des Anleihemarkts und sehen große Unterschiede zwischen Anbietern, die von außen gleich aussehen. Genau diese Unterschiede entscheiden darüber, ob institutionelles Geld in den Markt kommt. Deshalb müssen Banken, Regulierer und Anbieter gemeinsam reden, nicht getrennt.“

Wie attraktiv der Standort geworden ist, zeigt auch das Beispiel von Cyclops. Das Unternehmen baut Stablecoin-Infrastruktur für die Payments-Industrie und konnte im Juli 20 Millionen Dollar in einer Series-A-Finanzierungsrunde gewinnen, unter anderem von Coinbase Ventures und Circle. Neben Miami ist Wien der einzige weitere Standort weltweit und zugleich das EU-Headquarter. Das Unternehmen befindet sich im MiCAR-Lizenzverfahren und baut sein Team vor Ort in den Bereichen Compliance, Legal und Regulatory auf.

Sicherheit im Fokus

Das Thema Sicherheit spielt bei der Bluechip26 wie bereits im Vorjahr eine zentrale Rolle. Mit Quantencomputing bringt Konferenzpartner Accenture ein Thema ein, das an den Grundfesten digitaler Sicherheit rührt: Die Verschlüsselung, die heute Überweisungen, Wallets und Blockchains absichert, beruht auf Rechenaufgaben, die klassische Computer nicht in absehbarer Zeit lösen können – leistungsfähige Quantencomputer könnten dazu künftig in der Lage sein. Brisant ist das schon heute, weil Angreifer verschlüsselte Daten sammeln können, um sie später zu entschlüsseln. Die Antwort sind quantensichere Verfahren, für die das US-Institut NIST 2024 die ersten Standards veröffentlicht hat. Da die Umstellung Jahre dauert, sollte schon jetzt damit begonnen werden.

Logo
trend. Newsletter

Die wichtigsten Wirtschaftsthemen des Tages