Legendäre Villa am Attersee wird verkauft

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 © Marlies Muhr Immobilien

Blick Richtung Attersee-Westufer von der Weyregger Halbinsel der Fischer-Seevilla aus.

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Das Objekt des 2020 verstorbenen Skiindustriellen Josef „Pepi" Fischer in Weyregg soll mindestens 20 Millionen Euro bringen. Vorbesitzer der Liegenschaft war Heinz Rühmann.

Als der trend Josef „Pepi“ Fischer 2005 in seiner Weyregger Seevilla besuchte, kam der Skiindustrielle aus dem Schwärmen nicht heraus. Schon als Junge sei er die 45 Kilometer von seinem Wohnsitz Ried im Innkreis an diese Stelle am Ostufer des Attersees geradelt, um zu baden, erzählte er.

Anfang der Siebzigerjahre flog er dann per Hubschrauber nach München, um die Liegenschaft dem berühmten Eigentümer abzukaufen: der Schauspielerlegende Heinz Rühmann.

Sein vom Salzburger Architekten Felix Cevela geplantes zweigeschoßiges und unterkellertes Haus nutzte Fischer für privaten Rückzug und Empfänge, aber auch für Geschäftstermine. In seinen letzten Lebensjahren lebte der 2020 im Alter von 90 Jahren Verstorbene, der auch eine Jagd im nahen Burgau gepachtet hatte, inmitten seiner Jagdtrophäen am See.

Als seinen „magischen Ort“ bezeichnete er die Immobilie stets. Mobilien inklusive: Bei der trend-Visite präsentierte er einen Schrank mit verspiegelter Bar, den der Hausherr selbst, ein gelernter Tischlermeister,ebenso entworfen hatte wie Regale und ein Sofa – hergestellt wurden die Möbel dann in der werkseigenen Haustischlerei der berühmten Innviertler Skifabrik.

Seit Kurzem steht das Objekt unter dem Titel „Der Beginn eines Sommermärchens - Seeresidenz auf eigener Halbinsel“ zum Verkauf. 90 Meter eigene Uferlinie, privater Steg, Bootshaus, Boje – warum will man so etwas hergeben? Genutzt sei das Areal in den letzten Jahren kaum noch geworden, „die Kosten aber laufen weiter, der Stiftungsvorstand steht unter Zugzwang“, sagt Paul Fischer, Neffe des 2020 verstorbenen Ski-Patriarchen: „Und vermieten kann man so etwas nicht.“ Begünstigte der Fischer Privatstiftung sind die vier Töchter des legendären Skiindustriellen.

Es dürfte einer der teuersten Deals im oberösterreichischen Seengebiet seit Langem werden. 1.807 Quadratmeter Grundfläche, 410 Quadratmeter Wohnfläche, acht Schlafzimmer und sieben Badezimmer nennt das Salzburger Immobilienbüro Marlies Muhr Eckdaten. Das Interesse sei enorm, wird pflichtgemäß berichtet.

Kolportierte Preisvorstellungen von 20 Millionen Euro wollen jedoch weder Makler noch Eigentümer kommentieren. Wahrscheinlich ist, dass Fischers Seevilla im zweistelligen Millionenbereich angesiedelt sein wird und damit einen Spitzenwert in der Region erzielen dürfte. 14 Millionen Euro hat laut einer Auswertung von Remax im Jahr 2025 eine Immobilie in Nussdorf gekostet.

Wer auch mit dem nahe gelegenen Traunsee zufrieden ist und eine zweistellige Millionensumme für eine historische Villa zur Verfügung hat, hat derzeit ebenfalls eine rare Option: Die zum Verkauf stehende so genannte „Russenvilla“ in Traunkirchen, die dem Antiquitätenhändler und Investor Jürgen Hesz gehört, wird um 15 Millionen Euro gehandelt.

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