Mit grünen Aktien von der Ölkrise profitieren

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 © APA/APA/dpa/Patrick Pleul

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Der Nahost-Konflikt treibt die Preise für Strom, Gas und Benzin in lichte Höhen. Der Ausbau alternativer Energiequellen ist mehr denn je gefragt. Die Aktien der Produzenten von erneuerbarer Energie sind im Aufwind.

Zunächst war es der Krieg Russlands gegen die Ukraine, jetzt ist es der Konflikt im Nahen Osten, der deutlich zeigt, wie abhängig Europa von Energieimporten ist. Und auch in den USA steigen die Preise an den Zapfsäulen und der Unmut der Menschen. Der deutsche Energieriese E.ON hat im Zuge der massiven Preissteigerungen bei Strom, Gas und Benzin eine Umfrage über die Akzeptanz erneuerbarer Energie in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Zwei Drittel der Befragten sehen angesichts der aktuellen Lage eine wachsende Bedeutung alternativer Energiequellen.

Auch für die Analysten der großen Investmentbanken ist die Energiewende nun unaufhaltsam. Das sieht man gut am Amundi New Energy ETF. Er legte in zwölf Monaten um 60 Prozent zu. Das mag auch mit der größeren Bedeutung erneuerbarer Energiequellen für Europa zusammenhängen. An vorderster Stelle der Holdings des börsengehandelten Fonds stehen mit Siemens Energy, Schneider Electric oder Iberdrola europäische Konzerne, die sich dem Wandel zu erneuerbarer Energie verschrieben haben.

Siemens Energy (lesen Sie dazu auch über Siemens Energy in Österreich) ist gerade dabei, die Probleme bei der Windkrafttochter Gamesa in den Griff zu bekommen, einem weiteren Anstieg der Aktie, die in einem Jahr bereits um 160 Prozent zugelegt hat, dürfte dann nichts mehr im Wege stehen. Bei der spanischen Iberdola steht bis jetzt ein Jahresplus von 30 Prozent auf dem Kursblatt. Das Unternehmen ist weltweit der größte Produzent von Windenergie und ein Schlüsselakteur der Energiewende. Die Spanier sind neben Europa auch in den USA und in Brasilien tätig. Auch in den USA nimmt die Energiewende Fahrt auf. Die General-Electric-Tochter GE Vernova konzentriert sich auf Windkraft, Gaskraftwerke und Netzlösungen und ist ebenfalls einer der führenden Akteure im Bereich der Renewables, was sie für Anleger mit einem Kursanstieg von 165 Prozent in zwölf Monaten höchst interessant macht. Nicht zuletzt gibt es einen weiteren Grund, der die Nachfrage nach alternativer Energie auch nach Ende des Nahost-Konflikts antreiben wird: Die Rechenzentren für künstliche Intelligenz brauchen Unmengen Strom – und aus technischen Gründen am besten aus erneuerbaren Energiequellen.

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Der Artikel ist im trend.PREMIUM vom 3. April 2026 erschienen.

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