Wie Anleger vom EU-Indien-Deal profitieren

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 © APA/APA/AFP/SAJJAD HUSSAIN

Indiens Premierminister Narendra Modi (mitte) mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und dem Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa.

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Das Freihandelsabkommen zwischen Indien und Europa bringt auf beiden Seiten Aufbruchstimmung. Ein gemeinsamer Markt von fast zwei Milliarden Menschen entsteht. Bringt dieses historische Übereinkommen aber auch Chancen für Anleger?

Indiens Aktienmarkt entwickelte sich 2025 ungewöhnlich schwach. Der MSCI India verzeichnete im Vergleich zu den meisten anderen Schwellenländern ein Minus. Doch 2026 könnte zum Jahr der Aufholbewegung für indische Aktien werden. Das Freihandelsabkommen, das Zollsenkungen für bestimmte Waren enthält, wird von Analysten als positiver wirtschaftlicher Impuls angesehen, der die Marktstimmung beleben könnte.

Für Anleger, die gezielt in eine der weltweit am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften investieren möchten, bietet der iShares MSCI India ETF (ISIN: IE00BZCQB185) einen kostengünstigen Ansatz. Ein charakteristisches Merkmal ist seine hohe Konzentration: Allein die zehn größten Positionen machen rund 39 Prozent des Fondsvermögens aus. An der Spitze des Portfolios stehen die Finanzschwergewichte HDFC Bank (7,7 Prozent) und ICICI Bank (5,2 Prozent) sowie der Mischkonzern Reliance Industries (6,3 Prozent). Diese Namen bilden zusammen mit IT-Größen wie Infosys und dem Telekommunikationsanbieter Bharti Airtel den Kern des ETFs.

Der indische Markt wirkt mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22 überteuert. Hintergrund sind das überdurchschnittliche Gewinnwachstum und die solide Kapitalmarktstruktur. Für Investoren ist daher weniger das absolute KGV entscheidend, sondern das Verhältnis von Wachstum zu Risiko. Indien ist ein teurer Markt, der sich aber aufgrund des Schubs durch das neuen Freihandelsabkommen lohnen könnte.

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Der indische Aktien ETF der BlackRock-Tochter iShares ist auf Jahressicht zwar im Minus hat durch das Freihandelsabkommen aber Aufholpotenzial.

Der Artikel ist im trend.PREMIUM vom 6. Februar 2026 erschienen.

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