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Der Wiener Markt ist im Höhenflug und lädt zu Börsengängen ein. Für globale Spitzenunternehmen wie AT&S oder Palfinger, aber auch für New­comer wie Reploid ist Wien ein lohnendes Parkett.

Die Wiener Börse ist in Hochform. Der ATX inklusive Dividenden erzielt seit fünf Jahren kontinuierlich neue Bestmarken und sticht in diesem Zeitraum internationale Indizes wie den MSCI World, Euro Stoxx 50 oder DAX deutlich aus. 

Tatsächlich ist am Wiener Markt eine Vielzahl von Unternehmen zu finden, die am Weltmarkt zur Spitze zählen. Eines davon ist der steirische Halbleiterproduzent AT&S. Die Aktie des Herstellers von hochqualitativen IC-Substraten hat seit Jahresbeginn im Sog des Chip-Booms um beeindruckende 200 Prozent zugelegt. Neben einer starken Aktionärsbasis in Österreich und Deutschland verzeichnet das Unternehmen aktuell ein deutlich wachsendes Interesse aus den USA. Der Börsengang von AT&S fand im Juli 1999 ursprünglich am Neuen Markt in Frankfurt statt. Doch im Frühjahr 2008 wechselte AT&S nach Wien. AT&S-CEO Michael Mertin zur Bedeutung des Listings des Unternehmens an der Wiener Börse: „Innerhalb des ATX sind wir sehr gut positioniert.“ Und allgemein zu den Vorteilen einer Börsennotierung: „Entscheidend sind drei Aspekte: ein besserer Zugang zum Kapital, eine höhere Sichtbarkeit am Markt und eine kontinuierliche, transparente Preisbildung.“

Innerhalb des Wiener Leitindex ATX ist unser Unternehmen sehr gut positioniert.

Michael MertinCEO AT&S
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Das Salzburger Unternehmen Palfinger ist ein weiteres an der Wiener Börse notiertes globales Topunternehmen. Und die Performance ist ebenfalls beachtlich: Seit dem Börsengang 1999 hat sich die Aktie mehr als versiebenfacht. Seit Kurzem ist der Anbieter innovativer Kran- und Hebelösungen, der auch im maritimen Bereich aktiv ist, wieder Teil des ATX. Palfinger-CEO Andreas Klauser dazu: „Für die Palfinger AG ist die Wiederaufnahme in den Leitindex ATX nach 16 Jahren ein wichtiger Meilenstein. Wir zählen jetzt wieder zu den Top-20-Unternehmen an der Wiener Börse, damit erhöht sich unsere Attraktivität am Kapitalmarkt deutlich.“

Die Notierung in Wien ist für ein global agierendes Unternehmen wie Palfinger eine sehr gute Wahl.

Andreas KlauserCEO Palfinger
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Das Unternehmen hat im August 2025 eigene Aktien an der Wiener Börse platziert. Der Streubesitz ist dadurch auf 43,8 Prozent gestiegen, und die Liquidität der Aktie hat sich spürbar verbessert. Damit wurde die Aufnahme in den ATX überhaupt erst möglich. Klauser zu den Vorteilen, im ATX zu sein: „Das ATX-Listing verschafft uns einen leichteren Zugang zu internationalen Investoren, zusätzliche Nachfrage durch Indexfonds und eine deutlich verbesserte Visibilität als internationales Industrie- und Technologieunternehmen. Die Notierung in Wien ist für ein global agierendes Unternehmen wie unseres eine sehr gute Wahl.“

BÖRSENGANG.

Trotz der wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen werden heuer auch neue Börsengänge erwartet. Denn die Märkte zeigen sich erstaunlich resilient. Martina Geisler, Leiterin IPO bei EY Österreich, ist jedenfalls vorsichtig optimistisch. „Auch für Österreich sind einige Kandidaten vor allem im Mid- und Small-Cap-Segment erkennbar. Die Langzeitstatistik zeigt jedenfalls, dass global gesprochen über 90 Prozent der Börsengänge an der Heimatbörse stattfinden“, weiß Geisler. Stefan Maxian, Director Capital Markets der RBI: „Ein IPO an der Wiener Börse bietet Unternehmen einen breiten, internationalen Investorenkreis, der weit über Österreich hinausreicht. Globale institutionelle Investoren nehmen aktiv an Transaktionen in Wien teil. Für Unternehmen bedeutet das: Die Wiener Börse ist ein Listingplatz, der lokale Stärke mit globaler Reichweite verbindet.“ 

Die Wiener Börse ist ein Listingplatz, der lokale Stärke mit globaler Reichweite verbindet.

Stefan MaxianRaiffeisen Bank International AG
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Für EY-Expertin Geisler ist bei einem IPO eine kritische Größe oder signikantes Wachstumspotenzial des eigenen Business im regionalen Markt der Börse wichtig: „So kann man einerseits die -Visibilität des Börsengangs und die Bekanntheit der eigenen Marke andererseits bestmöglich nutzen.“ Natürlich werden Unternehmen bei einem Börsengang mit der direkten Konkurrenz, der sogenannten Peergroup, vergleichbar – Unternehmen, die in derselben Branche tätig und in einer ähnlichen Region aktiv sind. Analysten vergleichen in einer Peergroup aber Unternehmen, die an verschiedenen Börsen notiert sind. Maria Veronika Sutedja, Head of Capital Equity Markets bei der Erste Group Bank: „Zum Beispiel gehören zur Peergroup von A1 europäische integrierte Telekommunikationsanbieter wie Swisscom, Deutsche Telekom oder KPN.“ Wichtig ist für einen IPO-Kandidaten der Zugang zu einem breiten internationalen Investorennetzwerk und globalem Handel. Henriette Lininger, Director Issuers Wiener Börse: „Beides findet man an der Wiener Börse, die institutionelle Investorenbasis ist mit über 90 Prozent international, und die Handelsaktivität stammt zu 85 Prozent aus globalen Häusern. Visibilität, Liquidität, Internationalität und nach dem Listing ein guter Support bei vergleichbar geringen Kosten sind essenziell und am Börsenplatz Wien gegeben.“

Zur Peergroup von A1 gehören auch alle europäischen integrierten Telekommunikationsanbieter.

Maria Veronika SutedjaErste Group Bank
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Die Langzeitstatistik zeigt, dass 90 Prozent aller Börsengänge an der Heimatbörse stattfinden.

Martina GeislerEY Österreich
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Der regulatorische Aufwand für ein Listing im Amtlichen Handel richtet sich weitgehend nach harmonisierten EU-Richtlinien, wie z. B. die Umstellung auf IFRS (International Financial Reporting Standards). Mit dem Aufwand gehen wichtige Vorteile einher, wie die Optimierung der unternehmerischen Steuerung, Resilienz und Effizienz. EY-IPO-Expertin Geisler: „Dies ist eine von mehreren zusätzlichen regulatorischen Anforderungen, denen man als im Amtlichen Handel gelistetes Unternehmen nachkommen muss.“ Speziell kleinere Unternehmen scheuen den Aufwand. Doch ein Börsengang ist auch ohne die Umstellung möglich. Im Einstiegssegment direct market plus entfällt die IFRS-Verpflichtung.

Das Listing im direct market plus war ein strategisch wichtiger Schritt auf unserem Wachstumsweg.

Philip PauerCEO Reploid
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LEICHTER ZUGANG.

Die Reploid Group AG hat diesen Weg gewählt. Das Unternehmen entsorgt Altstoffe und wandelt geringwertige Reststoffe in hochwertige Rohstoffe. Philip Pauer, CEO der Reploid AG: „Ich habe im Jahr 2020 die -Insektianer GmbH gegründet, aus der die heutige Reploid Group AG hervorgegangen ist. Ende 2023 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, und bereits im Juli 2025 folgte das Listing im direct market plus. Ein strategisch wichtiger Schritt auf unserem Wachstumsweg. Wir haben uns bewusst für das -Einstiegssegment entschieden.“  Der Aufwand für das Listing und die laufenden Verpflichtungen sind hier vergleichsweise überschaubar. Reploid-CEO Pauer: „Gleichzeitig bietet dieses Segment auch eine sehr gute Vorbereitung auf einen möglichen späteren Schritt in den prime market.“

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