
In den USA blieb die Burgerkette McDonald's im ersten Quartal deutlich unter den Erwartungen. Steigende Sprit- und Lebensmittelkosten dämpfen das Burger-Geschäft.
von
Die Kaufzurückhaltung preisbewusster US-Kunden hat McDonald's im ersten Quartal ausgebremst und dem Burger-Riesen ein enttäuschendes Wachstum im Heimatmarkt beschert. Selbst günstige Sparmenüs konnten Kunden nicht ausreichend in die Schnellrestaurants locken, die wegen hoher Sprit- und Lebensmittelkosten auf ihr Budget achten. "Die Verbraucher achten bei jedem Dollar, den sie ausgeben, mehr auf den Preis", erklärte Konzernchef Chris Kempczinski am Donnerstag.
Der flächenbereinigte Umsatz in den USA stieg im ersten Quartal um 3,9 Prozent, wie der weltgrößte Burger-Konzern mitteilte. Analysten hatten jedoch mit einem Plus von 4,2 Prozent gerechnet. Weltweit stiegen die vergleichbaren Erlöse um 3,8 Prozent und verfehlten damit nur knapp die Analystenschätzungen von 3,95 Prozent - ein Ergebnis, das dennoch eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Rückgang um ein Prozent im Vorjahresquartal darstellt. Der Nettogewinn stieg um sechs Prozent auf knapp zwei Milliarden Dollar (1,7 Mrd. Euro). Der Vorstand bekräftigte seine Jahresziele.
Die Abkühlung bei McDonald's spiegelt einen branchenweiten Trend wider. Auch andere US-Ketten wie Wingstop und Domino's meldeten ein schwächeres Wachstum und verwiesen auf die Kaufzurückhaltung der Kunden infolge der durch den Iran-Krieg gestiegenen Benzinpreise. Besonders gut liefen die Geschäfte dagegen in Japan, Großbritannien, Deutschland und Australien.