
Plasser & Theurer hat 2025 einen Rekordumsatz von 731 Millionen Euro erzielt. Auch der Auftragseingang hat ein Rekordniveau erreicht.
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Der Gleisbaumaschinen-Hersteller Plasser & Theurer mit Firmenzentrale in Wien und Stammwerk in Linz hat 2025 einen - nach eigenen Angaben - Rekordumsatz von 731 Mio. Euro erzielt, nach 469 Mio. Euro im Vorjahr. Der operative Gewinn (Ebit) wurde von 11,6 auf 41,4 Millionen Euro gesteigert. Das zeige, dass die 2024 eingeleitete Transformation greife und der Turnaround voranschreite, berichtete das Unternehmen in einer Presseaussendung am Dienstag. Über den Bilanzgewinn wurde nichts berichtet. 2024 hatte laut Firmenbuch der Jahresverlust noch 11,3 Millionen Euro betragen, im Jahr davor sogar 136 Millionen Euro.
Im Juni 2024 hatte der Weltmarktführer für Spezialmaschinen, die zur Gleisverlegung und -sanierung genutzt werden, ein 30 Mio. Euro schweres Sparpaket geschnürt, zwei Drittel davon entfielen auf die Belegschaft. Die nunmehr positive Entwicklung führte das Unternehmen auf anhaltend hohe globale Nachfrage sowie spürbar verbesserte Lieferfähigkeit zurück. Auch der Auftragseingang habe mit rund einer Milliarde Euro ein Rekordniveau erreicht. Der Auftragsbestand von mehr als 1,6 Milliarden Euro sei „eine hervorragende Ausgangsbasis für die kommenden Jahre“, der mittelfristige Ausblick stabil und positiv, hieß es.
Neue Montagehalle in Linz bald fertig
Die im September 2024 begonnenen Bauarbeiten für das neue Montage- und Inbetriebnahme-Werk in Linz stünden kurz vor Abschluss. Es sei mit Kosten von über 60 Millionen Euro die größte Einzelinvestition in der mehr als 70-jährigen österreichischen Unternehmensgeschichte. 80 neue Arbeitsplätze entstehen, derzeit seien in Österreich etwa 2.200 Mitarbeitende beschäftigt, 2025 waren es noch durchschnittlich 2.375. Das Werk sei Fundament für Produktion und Vermarktung insbesondere von hybrid angetriebenen Maschinen zur nachhaltigen CO2-Reduktion.
Plasser & Theurer betonte, dass man 93 Prozent aus einem Hochkostenland exportiere und Kostensteigerungen - im Wettbewerb mit Anbietern aus deutlich günstigeren, teils massiv subventionierten Volkswirtschaften - international nicht einfach weitergeben könne. Umso mehr forderte das Unternehmen eine entschlossene Standortpolitik mit wettbewerbsfähigen Energiekosten, weniger Bürokratie und kontinuierlichen Investitionen in Innovation und Infrastruktur.
Das 1953 gegründete Familienunternehmen hat derzeit circa 6.000 Beschäftigte in Österreich und den 22 internationalen Partnerfirmen. Kunden sind Bahnbetreiber, Baufirmen, städtische Verkehrsbetriebe, Industrie- und Minenbahnen, man hält mehr als 2.500 aufrechte Patente. Die größten Absatzländer sind Deutschland, USA, Großbritannien, Indien, Japan, Frankreich, Österreich, Brasilien, Spanien, Australien.