KI-Champion Mistral übernimmt Linzer Emmi AI

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Emmi AI-Gründerteam um Johannes Brandstetter (l.)

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Mit dem Verkauf von Emmi AI an Mistral AI bekommt Österreich seinen ersten Millionen schweren Deep-Tech-Exit. Für den Standort eröffnen sich Chancen im Bereich industrielle KI.

Anfang 2025 hat Emmi AI mit 15 Millionen Euro die größte Seed-Finanzierung der österreichischen Start-up-Geschichte aufgestellt. Nun ist das Linzer Deep-Tech-Start-up von Europas KI-Champion Mistral AI übernommen worden, wurde heute bekannt gegeben. Der Exit, bei dem vor allem Anteile getauscht werden und nur ein kleiner Teil in bar fließt, soll einige Hundert Millionen Euro schwer sein und gilt als einer der größten des Landes.

„Ähnlich wie in den Anfangstagen großer Sprachmodelle gibt es auch im Bereich der Physics-AI weltweit nur eine Handvoll führender Forschungsteams. Emmi AI hat sich mit Mitgründer Johannes Brandstetter als Innovationsführer etabliert“, sagt Andreas Schwarzenbrunner, General Partner beim Emmi-AI-Investor Speedinvest. Und Oliver Holle, CEO des Frühphasenfonds, ergänzt: „Wir haben jetzt eine echte europäische KI-Story gebaut – und genau das macht mir persönlich viel Freude. Für Mistral eröffnet sich die Chance, Industriekunden eine Weltklasse-Lösung aus Linz anzubieten.“

Emmi AI entwickelt KI-Modelle, die physikalische Prozesse wie Luftströmungen, Materialbelastungen oder thermische Prozesse simulieren – und trifft damit den Nerv der Industrie. In den Bereichen Auto, Energie oder Halbleiter gilt „Physics-AI“ als Schlüsseltechnologie der Zukunft.

KI-Koryphäe und Emmi AI-Mitgründer Brandstetter, der zum globalen VP AI for Science bei Mistral AI aufsteigt und weiterhin an der JKU lehren will, hat sich laut Speedinvest erfolgreich dafür eingesetzt, dass Mistral AI einen Forschungshub in Linz aufbaut. „Neue Talente im Bereich KI werden jetzt neben den Mistral-Standorten in Paris, London, San Francisco, Singapur und München in Linz angesiedelt“, sagt Schwarzenbrunner. In der Folge sei es nicht unrealistisch, dass aus diesem aufgewerteten KI-Cluster weitere Start-ups hervorgehen.

Darüber hinaus eröffnen sich an der Schnittstelle KI und Industrie Chancen für den Industriestandort Österreich: „Linz ist durch Investitionen der öffentlichen Hand zu einem Hoffnungsstandort für industrielle KI in Europa geworden. Dies wollen wir mit der Industriestrategie weiter fördern“, sagt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer. In Europa gibt es derzeit Bemühungen, den Rückstand bei KI-Technologien gegenüber den USA aufzuholen. So plant die EU, rund 200 Milliarden Euro für KI zu mobilisieren. 

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