
Die Wiener Gastronomiefamilien Plachutta und Friese übernehmen das traditionsreiche Café Engländer. Wie der Falter berichtet, soll der bisherige Charakter des Cafés erhalten bleiben.
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Das Café Engländer bekommt neue Betreiber. Nach dem Tod des bisherigen Betreibers Christian Wukonigg hatte die Betreibergesellschaft Insolvenz angemeldet. Nun übernehmen die Familien Plachutta und Friese das bekannte Wiener Lokal und wollen damit eine weitere gastronomische Institution der Stadt erhalten. Nach Angaben vom Falter, sollen sich die neuen Eigentümer bei einem Bieterverfahren durchgesetzt haben.
Große Veränderungen sind offenbar nicht geplant. Gegenüber dem „Falter“ betonen die neuen Eigentümer, dass bei der Übernahme vor allem Kontinuität im Vordergrund stehen soll. Das Café soll seinen bisherigen Charakter behalten und auch optisch weitgehend so bleiben, wie es die Stammgäste kennen. „Das Café Engländer ist ein Stück Wiener Gastronomiegeschichte“, erklären Plachutta und Friese. Häuser wie dieses könne man „nicht neu erfinden“. Vielmehr gehe es darum, ihre gewachsene Identität zu respektieren und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass sie wirtschaftlich und gastronomisch für die Zukunft gerüstet sind.
Für die beiden Familien ist es bereits das zweite gemeinsame Projekt dieser Art. 2025 übernahmen sie den traditionsreichen Café Bräunerhof in der Stallburggasse, nachdem dessen Zukunft längere Zeit ungewiss gewesen war. Auch dort setzten die neuen Betreiber auf Bewahren statt auf einen kompletten Neustart. Mit dem Café Engländer folgt nun das nächste Kultlokal. Plachutta und Friese verfolgen damit zunehmend eine gemeinsame Linie: Wiener Traditionsbetriebe übernehmen, ihren Charakter bewahren und sie wirtschaftlich für die Zukunft absichern.