
Der Gehäuseboden der neuen „Planet Ocean“ ist als Reminiszenz an historische Modelle wieder mit der traditionellen Seepferdchen-Gravur versehen.
©BeigestelltEin historischer Exkurs zu wasserdichten Uhren am Beispiel der legendären „Seamaster“-Familie aus dem Hause Omega.
Wasserwelt ist eng mit der Uhrenindustrie verbunden, boten doch zuverlässige mechanische Instrumente jahrzehntelang die einzige zeitliche Referenz während eines Tauchgangs. Die komplexen Tabellen zur Planung von Tauchgängen und zur Ermittlung der Dekompressionszeiten funktionieren nur in Kombination mit zuverlässigen Zeitmessern. Auch später, als bereits elektronische Instrumente zur Verfügung standen, blieb es durchaus üblich, dass jeder Taucher zur Sicherheit eine mechanische Uhr mit sich führt.
Je weiter man in die Tiefen der Ozeane vordrang, desto relevanter wurde nicht nur die Wasserdichtheit der Armbanduhren, sondern auch deren Ablesbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen. Betrachtet man die Timeline, in der hier nur ein paar wenige Meilensteine der „Seamaster“-Geschichte Platz finden, erkennt man deutlich, auf welchen Elementen in verschiedenen Epochen der Fokus lag und wie sich das Design aufgrund funktioneller Anforderungen veränderte.
Markantes Erbgut
Mit den „Seamaster 300“-Modellen aus den Fünfziger- und Sechzigerjahren begründete Omega die ikonischen Merkmale und Charakteristika, die bald auch bei anderen Marken in ihren Wassersportlinien zu finden waren: geriffelte, skalierte, einseitig drehbare Tauchlünetten, große Ziffern und voluminöse Zeiger, ausgelegt mit Leuchtmasse. Bei ihrer Vorstellung 2005 übernahm die erste „Planet Ocean“ Designmerkmale, die sich im Laufe der „Seamaster“-Historie bewährt hatten, darunter das optimal ablesbare schwarze Zifferblatt mit arabischen Viertelstunden-Ziffern und pfeilförmigen Zeigern. Die „Planet Ocean“ markierte zusätzlich einen bedeutenden Meilenstein, indem sie für anspruchsvolle Unterwasserexpeditionen bis zu einer Tiefe von 600 Metern konzipiert war – doppelt so tief wie bei der „Seamaster 300M“.
2009 wurde die Lünette durch den Einsatz von Liquidmetal™ aufgewertet. Und die nunmehr vierte Generation fügt dem klar wiedererkennbaren Design eine zeitgenössische Note hinzu. Einige Modelle präsentieren sich wieder in charakteristischem Orange, das seit 2005 das Gesicht der Kollektion prägt.
Damals
Heute


2025 / Planet Ocean, 4. Generation: Bei gleichem Durchmesser wie 2005 (42 mm) ist das Edelstahlgehäuse dank flacherem Saphirglas und verfeinertem Gehäuse insgesamt schlanker als frühere „Planet Ocean“-Versionen. Auch der Gehäuseboden aus Titan Grade 5, der nun statt des Saphirglasbodens eingesetzt wird, trägt zur Reduktion von Gehäusehöhe und Gesamtgewicht bei. Taktgeber ist das Master-Chronometer-Kaliber Omega 8912. Ausgestattet mit neu konzipiertem Edelstahl- oder Kautschukband. Ab 8.400 €.
Der Artikel ist in der trend.EDITION vom 19. Dezember erschienen.
