involve.me: Mit KI schneller zu Funnels, Landingpages und Umfragen

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Vlad Gozmann, Gründer und CEO von involve.me.

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Alle wollen Conversion: Mit KI-Vorlagen von involve.me bauen selbst Laien blitzschnell Landingpages und Widgets.

Die Wiener Agentur Screenagers betreut Kunden wie Red Bull, A1, Sonnentor oder auch die Caritas in der Kreativarbeit. Daniel Wolf, Head of Technology, probiert mit seinen Teams laufend neue Werkzeuge aus und im KI-Toolset der Agentur ist seit zwei Jahren auch der Baukasten von involve.me. „Kleine Projekte, für die wir in der Umsetzung früher zwei Tage gebraucht haben, können wir in zwei bis drei Stunden erledigen“, sagt er. „Aufgaben, die sonst von mehreren Personen aus dem Technik- und dem Designteam erarbeitet werden, können von einer umgesetzt werden und sind auch durch die wegfallenden Abstimmungsprozesse schneller fertig.“

Involve.me ist eine Plattform, die sich auf Kundengewinnung und -bindung spezialisiert hat, und vor allem für die Erstellung von Sales- und Marketing-Funnels genutzt wird - die bei Besuchern von Websites Aufmerksamkeit erregen und sie zum eigenen Angebot hinführen. Umfragen oder Quizzes sind beliebte Werkzeuge dafür. Mit den KI-gestützten Vorlagen von involve.me lassen sich einfache Startseiten, Umfragen, Formulare und anderes für diesen Kundendialog ohne Programmierkenntnisse (No Code) entwerfen. „Die nächste Generation von Software sind nicht mehr Werkzeuge, die man bedient, sondern Software, die für und mit einem arbeitet“, sagt der Gründer und CEO von involve.me Vlad Gozman. Demnächst soll das Tool sogar mit einem einzigen Prompt eine komplette Customer Journey zu erstellen – mit der eigenen Markenidentität, Design und Workflows.

Natürlich wird der Erfolg der einzelnen Projekte gemessen: Versionen können auch parallel (A/B) getestet werden, um zu sehen, was bei der Community besser ankommt. Die Analytics zeigen wo Abbrüche passieren, zusammengefasst in KI-Reports liefern sie Optimierungsvorschläge mit. Gozman verweist auf die DSGVO-konforme Datenverarbeitung und eine SOC-2-Zertifizierung.

Erfolg im zweiten Anlauf

Entstanden ist involve.me aus dem VR-Unternehmen stereosense, das sich Mitte der 10er Jahre auf die Entwicklung immersiver VR-Erlebnisse spezialisiert hatte, aber keinen Markt dafür fand. Ein Strategiewechsel im Jahr 2019 – hin zu einem universelleren Zugang digitaler Kundenbindung – ging auf und involve.me wird heute von 3.000 Unternehmen täglich weltweit verwendet, vor allem in den USA. Die Referenzen reichen vom Tourismus, Handel bis hin zu Verlagen und Organisationen wie UNO, Greenpeace oder Amnesty International. „Der populäre Matratzenhändler Nectar in den USA nutzt es als Productfinder. Kunden beantworten ein paar Fragen und am Ende wird KI-generiert eine personalisierte Empfehlung gegeben“, sagt Gozman. Der Spiegel in Deutschland nützt es etwa für seine Leserumfragen.

Gozman arbeitet mit einem 14-köpfigen Team laufend an Erweiterungen. „Bei den KI-Agenten arbeiten wir modell-agnostisch. Aktuell verwenden wir GPT 5.1, testen gerade Google Gemini und Claude Opus 4.5. Wir bauen ein System, das mit mehreren Modellen arbeiten kann,“ so Gozman. Die Modelle werden ihren Stärken entsprechend eingesetzt. „Vielen Kunden ist das eigene Corporate-Design wichtig, das kann in der Pro-Version auch verwendet werden“. In der Business-Variante können Programmierer auch ins System eingreifen und individuelle Anpassungen vornehmen. „Wer involve.me regelmäßig einsetzt, nimmt meist die Business-Version“, so Gozman. Die kostet 125 Euro pro Monat.

Im Tagesgeschäft bei der Wiener Agentur Screenagers hat sich das Produkt jedenfalls gut etabliert. Ein Vorteil für Daniel Wolf ist die Benutzerfreundlichkeit: „Für die Bedienung braucht es keine technischen Vorkenntnisse und wir haben Projekte auch schon direkt an Kunden weitergegeben, die sie dann selbst bearbeiten.“ Die nützen das auf ganz unterschiedliche Weise: „Die einen gewinnen E-Mail-Adressen, in dem sie beim Download von Broschüren ein Dialogfenster einbauen. Die anderen nützen es für Gewinnspiele in ihrer Community oder Newsletter-Anmeldungen“, erzählt Wolf. „Es gibt sogar welche, die das für die Organisation von Events nutzen. Eine Hochzeit wurde auch schon darüber organisiert.“

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