
Als eine der ersten Frauen rückte Sylvia Sperandio 1998 beim Bundesheer ein. Heute leitet sie das Gesundheitswesen beim Militär. Im Gespräch erzählt sie von Vorurteilen, Führungsstärke und der Kunst, Grenzen zu überwinden.
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trend: Frau Generalmajor, Sie sind 1998 als eine der ersten Frauen beim Bundesheer eingerückt. Was hat Sie bewogen, diese Marschroute einzuschlagen?
Sylvia Sperandio: Ich wollte etwas Neues ausprobieren, etwas anderes machen. Auch einen Auslandeinsatz hatte ich geplant. Dann habe ich die Grundausbildung absolviert und erkannt, dass mir der militärische Alltag sehr gut liegt.
trend: Sie waren Anfang 30 und fertig ausgebildete Ärztin. War das ein Startvorteil?
Älter zu sein ist nicht unbedingt ein Startvorteil. Insbesondere bei der physischen Beanspruchung in einer militärischen Ausbildung. Es macht einen Unterschied, wenn man als 30-jährige Frau gegen 18-jährige Burschen beim 2.400-Meter-Lauf antritt. Mit vielen konnte ich aber trotzdem mithalten.
trend: Mittlerweile sind Frauen beim Heer – auch dank Ihrer Vorreiterrolle – keine Seltenheit mehr. Mussten Sie anfangs gegen Widerstände ankämpfen?
Natürlich. Das ist immer so, wenn Frauen etwas zum ersten Mal machen und vorzeigen, dass es die Hürden, die sie nehmen, gar nicht wirklich gibt, sondern nur in den Köpfen der anderen.
trend: Wie hält man da durch?
Es braucht Courage, Stabilität, wahrscheinlich auch Selbstdisziplin und vor allem ein gutes Umfeld, das an einen glaubt (...)
Lesen Sie den ganzen Artikel im trend.PREMIUM vom 6. November 2026.