Christian Lindner über Europa in der neuen Weltordnung

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Christian Lindner war ab 2013 zwölf Jahre lang FDP-Chef und zwischen 2021 und 2024 deutscher Finanzminister.

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„Eine Weltordnung mit dem Charakter des Dschungels“: Wohin soll sich Europa in Zukunft orientieren? Auszüge aus einer Rede vom ehemaligen deutschen Finanzminister Christian Lindner am 8. Jänner in Linz.

In der neuen Weltordnung sind Größe, Macht und Einflusssphäre – Stichworte Venezuela, Grönland, Taiwan – prägend für die Interaktion von Volkswirtschaften. Es gibt sogar eine regelrechte Agenda der Großen und Mächtigen, die Bilateralisierung der internationalen Beziehungen voranzutreiben.

Das geschieht schon seit Längerem durch China mit seinem Belt-and-Road-Projekt. Neuerdings beschreiten auch die USA diesen Weg, indem nationalistische, chauvinistische und rechtspopulistische Parteien anderswo durch Donald Trumps MAGA-Bewegung unterstützt werden. (…) Weil die Großen in bilateralen Beziehungen besonders mächtig sind, profitieren sie davon. (…) 

Als ich vor drei Jahren beim IWF als deutscher Finanzminister über Restrisiken für die globale Wirtschaft diskutierte, war das als am unwahrscheinlichsten erachtete Risiko das Ende der Globalisierung und eine Fragmentierung der Weltwirtschaft.

Was man nicht voraussehen konnte, ist, dass der so genannte Washington Consensus aus Washington selbst in Frage gestellt werden könnte, nämlich durch die Trump-Administration. So sind wir in einer Weltordnung angelangt, die den Charakter des Dschungels mit seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten hat (…) Für Europa ist das eine chancenreiche Situation (...)

Weitere Auszüge aus der Rede lesen Sie im trend.PREMIUM vom 16. Jänner 2026.

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