Bewegung am Mobilitätsmarkt

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Die Verkehrswende ist in vollem Gange. Für Bahn, Flugverkehr und Auto eröffnen sich dabei gleichermaßen neue Wachstumschancen.

Als „schwierigsten Moment in der Geschichte von Panda Parken“ beschreibt Laura Logié-Weingerl die Coronakrise, die den Flugverkehr und damit auch ihr Geschäft zum Stillstand brachte. Zusätzlich zur Verkehrswende forderten pandemiebedingte Einschränkungen von Mobilitätsbetrieben Resilienz und Innovation. Logié-Weingerl betreibt gemeinsam mit Rene Weingerl in Schwechat einen Parkservice mit Transfer zum Flughafen Wien, der 2020 einen Umsatzrückgang von 61 Prozent verbuchte. „Erst mit Abflachen der Pandemie und Lockerung der Reisebeschränkungen verzeichnete die Reisebranche – und damit auch der Flughafen Wien – wieder Wachstum“, so Flughafen-Sprecher Peter Kleemann: 2024 überschritt der Umsatz erstmals die Eine-Milliarde-Euro-Marke – eine Entwicklung, die der FPE Parken GmbH (vormals Flughafen Parken GmbH) nach einem harten Überlebenskampf zugutekam. Konsequentes Kostenmanagement habe das Unternehmen durch die schwierigen Jahre getragen, heute freut man sich über einen vervierfachten Umsatz zwischen 2021 und 2024 und einen neuen Standort am Flughafen Zürich. Für eine Expansion werde man zudem weitere Standorte prüfen. „Denn der Flugverkehr wächst – und damit auch die Nachfrage nach Parkraum.“

Dass die Zunahme des Pkw-Bestands und ein Trend zu klimafreundlichem Reisen einander nicht ausschließen, zeigt das Umsatzwachstum der Westbahn. Diese setzt auf Angebotsausweitung und Zuverlässigkeit, denn „die Verkehrswende ­gelingt nicht, indem man das Auto schlechtredet. Die Menschen steigen um, wenn die Alternative überzeugt“, so Co-CEO Marco Ramsbacher. Gemeinsam mit Thomas Posch engagiert er sich für ein anbieterübergreifendes Ticketing – im Sinne des einfachen Reisens: „Wenn ich Musik hören will, gehe ich auf eine einzige Plattform, suche mir einen Song aus und höre ihn. Ich muss nicht überlegen, von welchem Anbieter dieser Song ursprünglich kommt. Beim Bahnfahren sollte es genauso sein.“ Entscheidend für Verkehrswende und Umsatzwachstum sei das Klimaticket. Gestärkt wurde dadurch auch der Wettbewerb auf der Schiene: „Wir wollen ein Rennen um die Fahrgäste. Denn am Ende des Tages gewinnt dieses Rennen der Kunde.“

Innovation und Expansionspläne treffen allerdings auf den Fachkräftemangel – eine Herausforderung, die auch die viertplatzierte Lucky-Car Franchise & Beteiligungs GmbH spürt.  Umso stärker setzt das Unternehmen auf eigene Lehrlingsausbildung. Das Umsatzwachstum zwischen 2021 und 2024 sei Ergebnis kontinuierlicher Expansion, Weiterentwicklung des Geschäftsmodells und Übernahme der österreichischen ATU-Standorte gewesen, so Oliver Bogner von Lucky-Car. Die Verkehrswende sieht er als Chance für seine Branche: Sinkender Pkw-Bestand müsse nicht zwangsläufig das Werkstattgeschäft belasten. „Werden Fahrzeuge länger genutzt, steigt häufig der Wartungs-und-Reparatur-Bedarf – eine Entwicklung, die sich bereits beobachten lässt.“

Österreichs Wachstums-Champions

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