Magna & Co. in Sorge: US-kanadischer Zollstreit eskaliert

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US-Präsident Donald Trump (L) und kanadischer Premierminister Mark Carney (R)

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Der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada spitzt sich zu. Drohende Strafzölle auf Autos, Autoteile und Stahl sorgen auch in der deutschen Automobilbranche für Unsicherheit.

Der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada sorgt auch in der deutschen Autoindustrie für Unruhe. US-Präsident Donald Trump droht, die Zölle auf kanadische Autos, Autoteile und Stahl ab 2027 auf 50 Prozent zu erhöhen. Bereits am Wochenende verhängten die USA entsprechende Zölle auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar. Kanada kündigte Gegenmaßnahmen an.

Die deutsche Automobilindustrie warnt vor den Folgen. Viele deutsche Zulieferer produzieren in Kanada für den US-Markt, zudem investieren deutsche Hersteller dort in Batterietechnologien. Der Verband der Automobilindustrie sieht durch die wechselnden Zölle und Handelsdrohungen Investitionen und funktionierende Lieferketten gefährdet. Die Aktie von Magna International, dem weltgrößten Fertiger von Komplettfahrzeugen mit Hauptsitz in Kanada und einem wichtigen Fertigungsstandort in Graz, ist seit dem Wochenende um sieben Prozent nach unten gerasselt. Wie sich ein eskalierender Zollkrieg auf Magna auswirken würde, hat trend bereits früher beschrieben.

Zusätzlich verschärft sich der politische Ton. Trump brachte sogar eine Umbenennung des Lake Ontario in „Lake America“ ins Spiel. Ontarios Premier Doug Ford hatte zuvor mit scharfer Kritik auf die US-Zölle reagiert und mögliche Einschränkungen bei Stromlieferungen und Rohstoffen an die USA angedeutet. Die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Ontario und den USA sind besonders eng, vor allem bei Autos, Autoteilen, Metallen und Energie.

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