ZEW-Konjunkturerwartungen steigen in Deutschland kräftig

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Niedrigwasser als Konjunkturrisiko
 © DPA, Klaus-Dietmar Gabbert, Apa
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Finanzexperten blicken trotz neuer Belastungen durch das Niedrigwasser optimistischer auf die deutsche Wirtschaft. Das Barometer der Konjunkturerwartungen für die kommenden sechs Monate stieg im August um 7,9 Zähler auf 34,2 Punkte. Das teilte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter 185 Investoren und Analysten mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 30 Punkte gerechnet.

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"Dies dürfte mit den guten Quartalszahlen und dem jüngsten Exporthoch zusammenhängen", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach den Anstieg. "Während die deutsche Wirtschaft weiterhin von den Infrastrukturprogrammen der Bundesregierung profitiert, birgt das Rekord-Niedrigwasser am Rhein kurzfristig ein akutes zusätzliches Risiko für die Konjunktur."

Die aktuelle Lage schätzten die Börsianer im August wie bisher sehr nüchtern ein: Dieses Barometer lag mit minus 61,1 Punkten zwar um 16,5 Zähler über dem Vormonatswert, verharrte aber tief im negativen Bereich.

Die deutsche Wirtschaft wuchs im Frühjahr um 0,2 Prozent und damit bereits das dritte Quartal in Folge. Dazu trug auch der Außenhandel bei: Im Juni wurden Waren im Wert von 139,3 Milliarden Euro exportiert - so viel wie noch nie in einem einzelnen Monat.

Die deutsche Konjunktur könnte der deutschen Regierung zufolge aber durch das Rekord-Niedrigwasser auf vielen Flüssen ausgebremst werden. Frühindikatoren signalisierten für das laufende dritte Quartal zwar eine positive Entwicklung, heißt es im aktuellen Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums. "Mit den aktuellen Niedrigwasserständen auf wichtigen deutschen Binnengewässern ist jedoch das Risiko für temporäre, regionale Materialengpässe vor allem in der Mineralöl-, Chemie-, Bau- und Stahlindustrie gestiegen."

Den Experten des Beratungsunternehmens Oxford Economics zufolge könnte das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal dadurch um bis zu 0,2 Prozentpunkte geringer ausfallen. Das könne ausreichen, um Europas größte Volkswirtschaft im Sommer schrumpfen zu lassen.

RONNEY - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

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