Europas Börsen tiefer, Wende nach schwachem US-Start

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Euro-Stoxx-50 verliert 0,55 Prozent
 © AFP, LUDOVIC MARIN, APA
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Die europäischen Börsen sind nach einem äußerst negativen Handelsstart an der Wall Street in die Verlustzone gedreht und haben den Tag mit Abgaben beendet. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,55 Prozent auf 6.231,54 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX um 0,43 Prozent schwächer bei 26.325,01 Zählern. Außerhalb der Eurozone fiel der FTSE-100 um 0,43 Prozent auf 10.782,66 Einheiten.

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"Anleger befürchten, dass nach dem Wahlsieg der Demokraten strengere Auflagen den Ausbau von Rechenzentren bremsen und Projekte verzögern könnten", schrieb IG-Fachmann Salah-Eddine Bouhmidi. Diese politischen Risiken würden auf die ohnehin schwelende Unsicherheit treffen, wann sich die milliardenschweren Investitionen in künstliche Intelligenz ausreichend auszahlen. "Verzögerungen beim Ausbau könnten die Geduld der Investoren zusätzlich strapazieren." Er sieht gerade das Muster "Raus aus Tech, rein in defensive Werte".

Entsprechend zeigte sich der Stoxx-Europe-600-Technology-Index mit starken Verlusten von über drei Prozent. Die darin enthaltenen Anteilsscheine von STMicroelectronics rasselten um satte 10,8 Prozent nach unten. Ebenfalls sehr viel schwächer präsentierten sich die um 9,8 Prozent gefallenen Titel von Aixtron. Aber auch die Aktien der in Österreich tätigen Infineon sanken deutlich ab. Hier wurden Verluste von über 8,5 Prozent verbucht.

Unterdessen brachte die Berichtssaison Einzelimpulse. Air France-KLM sprangen nach Ergebnissen um zwölf Prozent nach oben. Die Analysten von JPMorgan sprachen hier von einem deutlich besser als erwarteten Zahlenwerk, das die Aktie bis Jahresende stützen dürfte.

Unter den ansonsten unauffälligen Herstellern von Nahrungsmitteln und Getränken verzeichneten Diageo mit einem Plus von drei Prozent stärkere Aufschläge. Der zuletzt schwächelnde Schnaps- und Guinness-Hersteller hatte im ersten Quartal seines Geschäftsjahres überraschend mehr erlöst.

Deutlich im Minus lagen dagegen die Aktien von Moller-Maersk. Analysten der AL Sydbank verwiesen auf das Ergebnis zum dritten Quartal, das die Erwartungen verfehlt habe. Zudem bewegt sich der neue Ausblick unter den durchschnittlichen Schätzungen von Analysten. Der Wert sank um 5,1 Prozent.

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